Ich bin eingeschlafen und neben dir aufgewacht. Viel wurde gepriesen, wenig geprüft und nicht aufgegeben. Heute Nacht! Dein Rauschen in meinem Kopf, die Wellen deiner Stimme. Ich kann sie fühlen. Wie ein Gebet. Nicht viel ist übrig von mir – verloren und verraucht in Äonen der Gleichgültigkeit.
Unter mir spür ich Sterne wachsen in Welten jenseits meiner Kraft. Nicht viel ist mir geblieben, alles Schöne schon vergessen, verblüht im Frühlingssturm. Doch viel ist auch geblieben von dem was mich ergreift, was mich zu dir treibt, hinter die Wolken und über die Sonne.
Was mich hinabwirft, dorthin, wo ich keinem zu leben wünsche. Was mich würgt und greift und zwingt und herabreißt, dorthin, wo die Luft zu dünn ist zum Atem. Doch das bist du, die mich hindurchführt – durch die Schatten.

1 Kommentar
Marina
5. Jul 2005
Ich mag Deine Serie “Die Schatten”. Gefällt mir gut.