- 1. KAPITEL: DUNKELHEIT -
Ich weiß nicht wo ich bin, nur dass es dunkel ist um mich und laut. Mit Gewalt schlage ich um mich, vielleicht in der Hoffnung, irgendeinen imaginären Wecker zu treffen. Und dann in einem sonnendurchfluteten, luxuriösen Schlafzimmer in meinem sündhaft teueren Himmelbett aus dunklem Holz aufzuwachen. Eine heiße Dusche zu nehmen und es mir anschließend mit einer dampfenden Tasse Kaffee auf der Veranda über den Dächern der Stadt bequem zu machen. Soweit der Traum, den ich manchmal heute noch habe. Meist in den Sekunden der Verwirrung zwischen Schlaf und Aufwachen. Doch statt dem Rascheln einer Bettdecke höre ich nur ein Knallen und gedämpfte Stimmen mit fremdem Akzent. Als ich versuche aufzustehen knallt mein Schädel mit dumpfem Scheppern gegen Metall. Der Schmerz fährt wie ein endloser Stachel durch meinen Körper und ich versuche instinktiv die schmerzende Stelle zu reiben, doch ich kann meine Arme nicht bewegen und Tränen schießen mir in die Augen. „Jetzt bloß nicht durchdrehen“, denke ich und schließe die Augen, um mich zu beruhigen. Als ich sie wieder öffne erkenne ich wie durch winzige Schlitze vor mir ein schmaler Lichtstrahl einfällt. Erleichtert stelle ich fest, dass ich entgegen meiner ersten panischen Befürchtung nicht lebendig begraben bin. Ich strenge mich an, zu verstehen, was die Stimmen draußen sagen, kann aber bloß gedämpftes Murmeln verstehen und etwas, das wie eine Ansage klingt. Ich unterdrücke einen Schrei, der mit aller Macht in meiner Kehle aufsteigt und krieche, die Arme fest an den Körper gepresst, auf den schwachen Lichtschein zu. Mir wird heiß und ich hoffe nur, dass das da vorne eine Öffnung ist. Ich stoße vorsichtig mit dem Kopf dagegen, doch nicht passiert. Jetzt packt mich das Entsetzen. „Scheiße, Hilfe, holt mich hier raus ihr beschissenen Arschlöcher!!!“ Plötzlich verstummen die Stimmen draußen und ich höre Schritte, die näher kommen.
Fortsetzung folgt …
Die gesamte Geschichte findest du hier.

2 Kommentare
Steffen sagt:
7. Mai 2006
Kommt bald mehr. Bin nur grad im Lernstress, da leidet die Kreativität dann doch ein wenig.
FLiP sagt:
7. Mai 2006
Will mehr davon!