Schaukeln, links und rechts. Ich frage mich manchmal, ob deine Augen jemals wieder trocken geworden sind. Und ob ich weiß, was damals eigentlich passiert ist, in diesem kleinen rauchigen Zimmer, gefüllt mit den traurigsten Liedern dieser Welt. Wirst du meine Hände jemals wegnehmen oder wirst du noch einmal für mich tanzen, mit kleinen Schritten in den Untergang. Das hat mich nicht überrascht, der Nebel und der Krach. Das hat mich nicht gelähmt. Hast du gedacht. Und ich kam noch einmal zurück, so voller Sucht, so voller Leid. Ich habe dir nichts mitgebracht. Ich habe alles verloren, unterwegs. Ich weiß nicht mehr wo und was es war, doch es kann nichts großes gewesen sein. Doch jetzt ist alles ganz anders, jetzt weiß ich, was es war und lache darüber. Ich hatte vergessen, wie lange das alles her war und dass es ein Gesicht war, dass du suchen konntest doch niemals finden. Hinter den hellen Lichtern, tief in der schwarzen Erde, in den Städten und auf dem weiten Land, auf den grauen Strassen, unter Linden. Ich hab es dir versprochen, du wirst es niemals finden. Beeil dich, es nicht zu finden. Da oben jagen Wolken, es wird schon Nacht und Falten krallen sich in dein Gesicht. Das sind keine Rätsel, das war nie ein Geheimnis. Das ist offensichtlich. Du bist einzig, du bist umgeben von Engeln und ganz allein. Der Himmel grinst nur schief und spuckt dir Regen ins Gesicht, damit die andern nicht sehen wie du weinst. Das hat alles gerettet, das hat alles erlöst. Ich bin nicht gerannt, ich bin nicht gekrochen, ich habe mich nicht umgedreht. Ich bin den Weg ohne Reue gegangen. Ich bin ihn gegangen und habe es gesehn. Wie der rote Himmel die Erde küsst. Wie der Mond sich aus den Wellen löst. Wie alles verschwimmt. Wie alles einen Sinn gewinnt, die Sonne jedes Schwarz verliert. Wenn die Liebe triumphiert.
