Der erste Schnee war noch immer nicht gefallen und keiner konnte sich noch recht erinnern, wie es war, richtig zu frieren. Durcheinander war alle Ordnung, als sie den längsten aller Gänge beschritt. Heiß klebte das Licht auf den sterilen Krankenhausfliesen, pulverweiß oder eierschalengelb die Wände. Zum Cappuccino war es nicht mehr gekommen, zu voll die Straßen, zu eng die Stadt. Kein Hund bellt hier und die Türen gehen schwer auf, wenn man vergisst, den Knopf zu drücken. Eine Million Dinge hatte sie nun im Kopf und zu sagen, doch die Kittel zeigten sich nicht. Oben, diese Geräusche, war das ein Hubschrauber? Wir sind uns so ähnlich und wissen doch nichts voneinander. Und sie konnte sie fühlen, die Dämonen auf den Fluren. War das Neugier oder Traurigkeit in diesem Blick? Heraus! “Steig auf’s Gas!” dachte sie und tauchte in die Flucht aus Laternen am Straßenrand. Die dunklen Momente sind vorbei, ab hier. Ein Funkensturm aus Glück steigt ihr in die Kehle. Die ersten Flocken, der erste Schnee, in ihrem Haar.
