Man konnte es sehen, riechen nach dem Sturm, die Welt war alt und alle Dinge ergaben ein Ganzes, das mehr war als die Summe seiner einzelnen Teile. Ein Blitz hatte eine Leitung getroffen und animierte uns verstärkt zum Rauchen, Gittarrenspiel und Kerzenschein. Aus dem Fenster war nichts zu sehen als dicke Tropfen, kahle Bäume, mystisch verrenkt in Windeskraft. Hektische Westen reflektierten jedes Signal. Keiner wollte nach draußen gehen und man wusste, irgendwo stirbt jetzt ein Mensch, weil er nach Hause will. Und kommt nie an bei seiner Liebsten, kommt niemals dort an. Geschickt vom Sturm, geschickt zwischen Teufel und ein tiefes schwarzes Meer. Es ist mir egal, alles hatte sich aufgelöst, es war langweilig geworden ohne dich und ich sagte mir, es fühlt sich gut an. Halt es einfach fest, das Lenkrad. Die Teufel können mich nicht fassen, wenn du es so willst. Du bist in meinen Gedanken und ich habe keine Angst. Ich weiß, ich komme bei dir an und dass ich nicht sterben kann, weil du es so willst. Dass ich nicht scheitern kann, weil du mich liebst. Und ich liebe dich, im Herzen und überall, dass ich die Nächte niemals hinter mir lassen kann, mit dir. Am Ende bin ich nur ich selbst. Egal, wohin es stürmt, woher und wie stark. Das mich begleitet, vom Anfang, hindurch, auf allen Straßen, auf alle Plätzen, die ich seh’, bist du.


4 Kommentare
Steffen sagt:
22. Jan 2007
Danke, Nils! Das mit der chronologischen Reihenfolge spielt bei mir (wie du siehtst) keine allzugroße Rolle. Ich schreibe frei von solchen Überlegungen (mal abgesehen von “echten” Geschichten, da braucht man es natürlich), weil sie einfach zu viel Zeit kosten und den Moment verfälschen können. Besser kann ich’s leider nicht erklären.
Nilsbär sagt:
22. Jan 2007
Ok, ich gebe zu ich bin alles andere als ein Poet, aber der Text gefällt. Ich bin nur etwas verwirrt: Erst bist du drinnen und spielst mit Freunden Gitarre und plötzlich bist du alleine im Auto?
Steffen sagt:
20. Jan 2007
Danke, Flip. Bedeutet mir viel, wenn du das sagst.
FLiP sagt:
20. Jan 2007
Wow. Das ist wirklich… wunderschön! Ganz ganz großen Respekt! Sowas spornt zum verlieben an.