Es war spät geworden und Licht noch an. “Es geht schon weiter, immer weiter”, sagte er sich als es ihn packte von hinten und nach draußen zog, wie ein welkes Blatt. Nichts passierte hier, man konnte schreien, doch nichts geschah. Tage, vielleicht Wochen war das nun schon so gegangen, doch Hoffnung kam immer von irgendwo. Was war das für ein Zustand für einen Menschen, vielleicht sogar Erwachsenen, kein Leben und kein Tod. “Zombie” hallte es aus den Lautsprechern, könnte man denken. Und dass wir auf Leichen spazieren, jeden Tag, ohne es zu wissen. Ein Schimmer, als Abglanz einer Spiegelung eines Schattens einer fernen Hoffnung. “Alles besitzen wir, nichts haben wir!”, dachte er als ein Anruf kam. Eine Stimme aus der Vergangenheit, unwirklich in ihrer Vertrautheit. “Viel Erfolg” wünschte sie und er wusste nicht mal für was. Sonnenwinde mussten außer Kontrolle geraten sein, etwas stimmte nicht mehr mit der Welt. Da war eine neue Kraft, die noch keiner kannte, unbemerkt manipuliert sie uns, zeigt uns unsre Dämonen in der Nacht. Diesen Weg kann nicht jeder geh’n, zu schmal, zu verschlungen, zu weit, Labyrinth aus Blut und Schweiss. Fortgewaschen vom Sog einer tieferen Wahrheit. Es war ein Dienstag, im Winter kommen die Geister. Etwas gräbt im Schmutz des Vergangenen, erbarmungslos gegen das Vergessen. Der Berserker ist gefangen, tief drinnen. Und gräbt in den Wunden, gräbt in den Höhlen, gräbt in den Narben. Alles würde besser sein, irgendwann. Alles Blut sinkt in den Schnee und wird zu Asche. Aus dem Chaos und den Tränen erhebt sich eine Stimme, die flüstert, “hinter den Bäumen, hinter den Bergen, hinter den Wolken, fängt etwas neues an”. Und er war es leid, zu warten.

1 Kommentar
alis sagt:
22. Jun 2007
hnj3wxhr vbz