Viele gute Gründe hatten ihn bewogen, dies zu tun. Die Nacht flimmerte grün und grau. “Verrate mich nicht!” Breite Schwingen am Horizont, flacher Nebel, neonfahl und menschenleer, die Gassen. Als er gewartet hatte, war er nahe verzweifelt, schickte Flüche in den Tag. Bis es soweit war, bis es Zeit war und sich purpurrote Götterfinger den Fenstern der Stadt entgegenschickten. Nicht Licht, nicht Schatten, gefroren im Dämmertal. Als wollten sie sagen, “lauf’ nicht davon, wir werden immer bei dir sein”. Dieses Bild, zu dessen Vorstellung kein Mensch im Stande war, sog er tief ein in die Dunkelheit seines Bewusstseins. Und ging, als er dachte: Ihr badet in Unschuld, ich schwimme in Schuld und tauche in Schmerz. Wer in sich selbst siegt, wer euch in sich noch sehen kann, Engel, ist frei von allen Zwängen. Wenn Lichter unter Dächern ruh’n und Schatten zu Gesichtern falten. Wenn Strahlen mich zu Allem spalten,
bin ich bei dir.
