Mit einer Bekleidungsart, die sich in nichts von dem Unrat hinter ihm unterschied, stellte er sich mir in den Weg. Er stand zitternd vor mir in seiner abgerissenen Jacke, die Haare und der Bart ungepflegt und zu lang, die Haut geschwärzt vom Dreck, in dem er sicher seit Jahren lebte und dort auch sterben würde. Er stank fürchterlich, starrte mich aus seinen wasserhellblauen Augen an und wollte von mir, lieber mehr als weniger, bare Münze erhalten. Zuerst freundlich bittend, dann jedoch immer fordernder hatte er mich auf seinen, für ihn sicher nicht unerheblich wichtigen, Wunsch hingewiesen. Ich jedoch, da nicht durch übermäßige Reichtümer gesegnet, musste dieses Ansinnen bereits nach erstem Vortrage entschieden ablehnen. Um den Schauplatz dieses Vorganges nun verlassen zu können schritt ich, um um den Unglücklichen herum gelangen zu können, aus, und wurde der rostigen Klinge in seiner Hand gewahr, mit deren Hilfe er sein Ansinnen gewaltsam durchzusetzen suchte.
„Mein guter Herr, ihr seid doch dem Bodensatze der Gesellschaft angehörig und deshalb ist es mir nicht möglich, euch das Gewünschte auszuhändigen“, versuchte ich dem Berber meinen, sicher für ihn nicht akzeptablen Standpunkt, klar und deutlich darzulegen. Dieser jedoch, kein Mindestmaß an Einsicht zeigend, stürmte mit der schartigen Klinge auf mich zu, wohl um mich des Lebens zu entreißen und so an meine Geldbörse zu gelangen und versuchte mir einen erheblich schmerzenden Riss längs zur Körperachse beizubringen. Ich jedoch, meinen schlanken und trainierten Körperbau ausnutzend, wich dem Hieb aus und konnte meinerseits einen herben Faustschlag auf dem Ohr des nun zu Boden gehenden platzieren. Den kleinen Blutstrome beobachtend, der sich aus seinem Ohr ergoss und mit dem Regen verband, nahm ich nun eine anstehende längere Reinigung meines Schuhwerkes in Kauf, indem ich, wie auf ein Ungeziefer das durch die Küche kriecht, schwere Tritte auf den Uneinsichtigen niedergehen ließ. Wohl zum Schutze der übrigen Bürger, die der Klinge weniger als ich selbst entgegenzusetzen gehabt hätten. Ohne einen letzten Blick auf die zertrümmert am Boden liegende Leblosigkeit zu verschwenden, verließ ich nun die dunkle Gasse, da ich meiner Wege zu gehen hatte.

4 Kommentare
FLiP
18. Apr 2007
Hochgradig gestört!
Steffen
19. Apr 2007
Ich wusste es, der Conan ist ein Gänsefan!
your mother
19. Apr 2007
mann muss das adrenalin der federn in den vom lebend gerupften tier noch spüren
Steffen
19. Apr 2007
Siehst du, genau das meinte ich!