“Es wird Zeit”, sagt er unfreundlich, als schwarzer Asphalt unter uns klackert, Stimme im Ohr. Es war ein Samstagmorgen und Wolkenberge türmten sich am Himmel. Schiefer Nieselregen lief kalt an uns herab, in unsre Hemden, in unsre Augen. So laufen wir durch die Strassen dieser Stadt, deine Hand in meiner. In unsern Köpfen spielen Lieder, bunt und hell und warm, die uns verbinden, ganz ohne ein Wort. Ich bin schon einmal hier gewesen, ohne dich. Die Hände in den Taschen, voller Sorge, allein. An jeder Ecke, an jeder Mauer, an jeder Kreuzung fällt mir etwas ein. Alte Geschichten, Möbel am Straßenrand, staubig und morsch. “Nichts mehr zu verlieren” steht darauf. Und dass ich meinen Frieden gemacht habe. Am Platz mit der alten Kirche und der kleinen Haltestelle daneben hört es zu Nieseln auf. Es klingelt in meiner Hosentasche. “Wo bleibt ihr denn?!?”, schimpft es in der Leitung.
“Hallo Arschloch” sage ich und drücke auf den roten Knopf. Ich habe mich nicht verändert. “Komm”, sagst du leise und ziehst mich auf den Weg zurück. Die Wolkentürme stürzen zusammen, dahinter strahlt es blau. Die Sonne trocknet deine Haare, als wir schweigend gehen, Lieder im Kopf. Meine Hand liegt in deiner und ich weiß, es ist der richtige Weg. Ich habe mich nicht verändert. Das warst du.
