Durch das Zimmer, durch die Stille
hallt ein Klang so glockenhell
halb im Dies- und halb im Jenseits
doch verhallt mir viel zu schnell

Ewig möcht’ ich weiterlauschen,
mich verliern’ im Zauberklang,
doch ist vertönt die zarte Note
und die Stille harrt zu lang

Was aber mag des Klanges Grund,
was der Wirkung Ursach’ sein?
Ich eil’ mich, spring zum offnen Fenster,
will sehen, nicht nur hörn allein

Ein Fräulein, zart und wunderschön,
nur sie allein vollbringt,
mein Herz sich in die Höhe schraubt
und kurz darauf versinkt

Und voller Hast, zur Tür, herab
oh möge sie dort stehen
Auf das wir uns, verklärt, beschämt
tief in die Augen sehen

Und die Stufen, vier auf einmal,
flieg ich ihr entgegen,
verharre, steh! Geh noch nicht fort
es gibt ein weit’res Leben

Und unter meines Stoßes Wucht
Fliegt auf die schwere Tür,
die Straße, sie liegt leblos da,
der Klang war nur in mir