Auf einer Bank im schönsten Park,
Sonntagsfrieden
Fernab jeder Hektik
Wärmt die letzte Sommersonne jeden Körper der es will.

Auf dem Gras
Traumwelten
In bunten Farben
Spielen lärmend die Kinder, von jedem Zwang befreit

Auf den Bänken
Erinnerungen
Stärker als das Leben
Sitzen die Alten und frösteln doch leicht

Am Wasser
Gefühle
Heiß und beherrschend
Nimmt das Pärchen nur einander wahr

Auf der Decke
Geborgenheit
Nur unbewusst gefühlt
Kennt die Familie heute keinen Streit

Auf den Wegen
Anstrengung
Gewollt und geliebt
Ziehen verschwitzte Läufer ihre Bahnen

In der Hecke
Rausch
Verboten und verlockend
Verschwinden heimlich die Junkies

Immer in Bewegung
Neuigkeiten
Geheim und spannend
Lächelnd ziehen Mütter ihre Runden

Um die Ecke bei Karl
Hunger
Erst vom Essen entfacht
Findet Fettiges und Süßes glückliche Käufer

Auf den Stufen der Treppe
Lebensruine
Seit Jahren unter schwerem Feuer
Verschläft der Berber den Kater in der Sonne

Im Schatten des Baumes
Zufriedenheit
Erfolgreicher Jagd und sattem Fressen
Döst die Katze mit halboffenen Augen

Auf dem Bauch liegend
Blutsfehde
Geführt mit tausenden von Opfern
Liegt der Student vertieft in sein Buch

In der Orangerie
Wolkenschlösser
In jeder Sekunde ein wenig verrückt
Liegt er nach Feierabend ehrlich erstaunt

In dunkler Ecke
Einsamkeit
Alles Bunte zu grau verwaschend
Sitze ich alleine und hasse den Tag