Wir ritten durch manch kurze Nacht
versaut, verrucht und brennend geil.
Hat dich um den Verstand gebracht,
zerbrochen bist du, mehr als heil.
Und du verzehrst dich nun nach mir,
suchst meinen Körper, meine Liebe,
doch ich war nur ein rastend‘ Tier
von dem es heißt dass es nie bliebe.
Versuchst nun mich fest anzubinden,
durch Tag und Tod und finstr’e Schatten,
doch wirst du niemals zu mir finden
uns’re Zeit war die, die wir hatten.
Renn weg um dich noch selbst zu retten,
ich anerkenne keinen Mut
und Sterne fängt man nicht mit Ketten.
Wer Schlingen sät, erntet nur Wut!

2 Kommentare
Steffen
22. Jun 2011
Wow! Sehr bewegende Verse, Herr N.!
Konrad
22. Jun 2011
Vielen Dank! Langweilige Vorlesungen sind eben doch zu was gut! Und sei es nur, um n paar Zeilen zu schreiben.