Die letzte Windung hin zum Kern, zum Salzen der Wunde. Das Klopfen der Tür, Feder der Nacht, durchtränkt
in Mondenschein. Ein stummes Wort und blind gesagt, der Herbst verglimmt in feuchter Glut. Und brütend
vor Feuern und starrend in Kerzen, die Menschen, freundlich, kalt. Knirschend kriecht nun Schnee hinein.
Staubiges Flüstern, die Lampe erlischt und Schattenfinger wachsen. Im toten Holz, mit Bernsteinaugen,
ein alter Wolf mit vollem Magen. Die letzte Flocke fällt. Augen rollen unruhig hinter Lidern. Ein
trauriges Gebet, der Griff in die Leere, die Hand in der Kälte. Durch’s Fenster dringt ein Laut, Salz im
Mund und Bitternis, er hat ihn geholt. Lautlos, gleitend, beflankt von rabenschwarzen Fingern.
Traumgleich, in Schnee, in Blut und Mond getaucht, so tritt er ein. Und spaltet die Nacht mit seinen
sommergelben Augen.
