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	<title>endkampf &#187; Die Stadt</title>
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		<title>Interessenkonflikte</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 21:41:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Süden der Stadt erhebt sich der Königsberg. Der Ursprung dieses Namens ist in Vergessenheit geraten. Sicher ist jedoch, dass er eine schamlose Übertreibung für den sanften Hügel ist, der sich an seiner Spitze etwa 150 Meter in die Höhe erhebt. Der Königsberg wird im Osten vom sogenannten spanischen Viertel und im Norden vom neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://endkampf.de/2010/01/04/interessenkonflikte/die-stadt-cover-4/" rel="attachment wp-att-2895"><img src="http://endkampf.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/Die-Stadt-Cover-500x138.jpg" alt="" title="Die-Stadt-Cover" width="500" height="138" class="aligncenter size-medium wp-image-2895" /></a></p>
<p>Im Süden der Stadt erhebt sich der Königsberg. Der Ursprung dieses Namens ist in Vergessenheit geraten. Sicher ist jedoch, dass er eine schamlose Übertreibung für den sanften Hügel ist, der sich an seiner Spitze etwa 150 Meter in die Höhe erhebt. Der Königsberg wird im Osten vom sogenannten spanischen Viertel und im Norden vom neuen Zentrum begrenzt. An seiner südwestlichen Grenze stellt er die Stadtgrenze dar, die allerdings keine Grenze im eigentlichen Sinne darstellt, da der Speckgürtel um die Metropole immer größer wird. Die Stadt wächst!<span id="more-2894"></span>Obwohl der Bezirk Königsberg die drittgrößte Fläche aller Bezirke der Stadt ausmacht, steht er an drittunterster Stelle in Bezug auf die Bevölkerungsdichte. Diese Diskrepanz lässt sich mit der Exklusivität des Königsberg-Viertels erklären. Wer hier lebt, muss zu den oberen Zehntausend gehören, um sich ein Grundstück in diesem vorzüglichen Bezirk leisten zu können. Ärzte, Richter, Filmstars und andere gut betuchte Bürger kaufen sich hier ein Stück Ungestörtheit in der der Stadt. Die Häuser liegen zumeist gut versteckt hinter Hecken und meterhohen Zäunen, nicht selten geschützt durch unsichtbare Alarme, Hunde oder breitschultrige Söldner privater Sicherheitsfirmen. All diese Umstände dürften auch für den in der Stadt sehr populären Spitznamen des Königsberges „Geldhügel“ verantwortlich sein.</p>
<p>Georg Strahmann, Geschäftsführer der „Dica-Chemie“, eines auf Kunststoff zur Chipherstellung spezialisierten Konzernes vor den Toren der Stadt, konnte nicht schlafen. Seit er allein in dem Haus auf dem Geldhügel wohnte, wollte der Schlaf ihn nicht mehr so schnell umarmen, wie er es bisher gewohnt gewesen war. Seine Frau hatte sich vor 7 Monaten medienwirksam (und nicht ohne ein großes Loch in seine Finanzen zu reißen) von ihm scheiden lassen und Georg vermutete, dass das Miststück ihm doch mehr fehlte, als er es zugeben mochte. Georg stöhnte auf, morgen war ein wichtiges Treffen mit allen Teilhabern der Firma angesetzt. Zwar hatte er keine Angst davor, das konnte er sich in seiner Position schon lange nicht mehr leisten, aber er brauchte seinen Schlaf, wenn er morgen nicht völlig geschafft sein wollte. Er schlug die Decke seines Bettes zurück, warf sie temperamentvoll auf die andere Seite des Bettes (die Seite, die jetzt immer so kalt war) und stand auf. Nachdem er seinen Pyjama übergestreift hatte, schlurfte er in die Küche im Erdgeschoß, kramte die Milch aus dem riesigen Kühlschrank und machte sie sich in der Mikrowelle warm. Strahmann trank Alkohol nur in Maßen und zu gesellschaftlichen Anlässen. Alleine zu trinken war ihm noch nie in den Sinn gekommen und ihn schüttelte es immer wenn er hörte, wie viele seine „Kollegen“ in Führungsetagen ein Problem mit dem Alkoholgenuss hatten.<br />
Er nahm die Milch mit nach oben in sein Schlafzimmer, und trat an das riesige, Stadtamts gelegene Panoramafenster. Während er die Milch aus der großen Tasse schlürfte, blickte er über die Stadt. Es hatte in den letzten Tagen viel geschneit und auch jetzt noch nicht aufgehört. Dicke Flocken fielen träge zum Boden herab, wo sie den üppigen Schneeteppich noch höher werden ließen. Georg genoss die seltsame Stimmung, die Schneelandschaften bei Nacht verströmen und ärgerte sich nicht mehr ganz so stark, dass er keinen Schlaf gefunden hatte.<br />
Der Anblick war überwältigend. Die Bäume, die bis zum Eingangstor neben dem Weg standen, bogen sich unter der Last des Schnees. Der Weg selbst war von dem Rasen nicht mehr zu unterscheiden. Das Weiß ebnete alles ein.<br />
 Georg konnte weit blicken, ließ seinen Blick schweifen. Er konnte das neue Zentrum in fast jeder Einzelheit ausmachen. Der Glaspalast reckte sich, wie immer angestrahlt von starken Scheinwerfern, über alle Dächer hinweg. Doch auch die futuristischen Formen und Vorsprünge waren weiß und aus der Entfernung konnte man meinen, dass ihnen einen Überzug aus Watte aufgesetzt worden war. Der drohend erhobene Zeigefinger der Stadt hatte einen weißen Bart bekommen. Auch der Rest des neuen Zentrums war unter einer dicken Schicht begraben. Die Philharmonie, die Zentrumarkaden und der Hauptbahnhof hatten für einen Moment ihre charakteristische, eckige Form eingebüßt. Wo sonst Glas und neue Fassaden in den Himmel ragten, gab es jetzt nur weiß und schwarz. Strahmann ließ seinen Blick über das spanische Viertel streifen. Hier waren die Häuser niedriger und etwas verwohnter. Doch der Winter hatte auch hier ganze Arbeit geleistet. Optisch waren die Viertel nicht voneinander zu unterscheiden. Genau wie der Rest der Stadt, die sich wie ein weißer, mit Lichtern durchsetzter Teppich vor Georg ausbreitete. Aus tausenden von Schornsteinen stiegen weiße Wolken auf, verloren sich im Himmel. Der Himmel! Georg wurde sich jetzt erst bewusst, was eigentlich mit dem Himmel geschehen war: Das Firmament war gelb. Nicht schwarz, kein wolkenverhangenes grau, sondern ein dunkles gelb, das hier und da bereits zu einem Orange geworden war. Das unwirkliche gelb war sternfrei und zog sich in seiner ungewohnten Farbe so weit hin, wie das Auge ihm zu folgen vermochte.<br />
Georg war das erste Mal seit langer Zeit wieder das staunende Kind, das er schon lange nicht mehr zum Spielen heraus gelassen hatte. Er trat noch näher an die Scheibe heran, seine Nase war nur noch einen Millimeter von ihr entfernt. Die Fenster waren neu, sicher und dicht. Der Chemiechef fühlte kein bisschen Kälte an seiner Haut, obwohl er so dicht an dem dicken Glas stand.<br />
Hätte sich Georg Strahmann damals für Fenster entschieden, die nicht so hochwertig gewesen wären wie sie waren, hätte er vielleicht die Schüsse gehört, die seit einigen Minuten im spanischen Viertel fielen. Er hätte die scharfen, peitschenartigen Explosionen gehört, die die Waffen der Polizei machten. Er hätte sie sogar von den anderen Schüssen unterscheiden können, die allesamt anders klangen. Höher, tiefer, dunkler, zorniger. Wenn er sich angestrengt hätte, hätte er sogar die Schreie hören können, die von beiden Seiten hektisch in die eiskalte Nacht gebrüllt wurden. Schreie verzweifelter Männer, die mitten in der Stadt, in der sie lebten, plötzlich um ihr Leben kämpfen mussten. Ganz sicher aber hätte er das bezeichnende “ratatatatat“ der Kalaschnikow hören können, die ihre totbringende Ladung in die Nacht hinaus pustete.<br />
Doch die Fenster, die Georg in seiner Villa hatte verbauen lassen, waren ihr Geld wert gewesen, er hört rein gar nichts. Und die Häuser der Stadt sorgten dafür, dass Georg nicht einmal die Blaulichter der zahllosen Einsatzfahrzeuge sah, die zu den Kämpfenden eilten.<br />
Georg hatte genug von der verschneiten Stadt. Er trottete ins Bad und hoffte, nach dem Pinkeln wieder in Morpheus‘ Reich zu gleiten. </p>
<p>Hätte er eine Minute länger gewartet, hätte er den Feuerball der Explosion im spanischen Viertel gesehen, der die Stadt wie ein Blitz erhellte und beißenden Rauch verbreitete.<br />
Doch Georg Strahmann  legte sich ins Bett und hatte keine Ahnung von dem apokalyptischen Kampf, der nur 3 Kilometer entfernt tobte.</p>
<p><em>Ende des ersten Teils</em></p>
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		<title>Ein dunkler Ritt</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 19:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[dunkler ritt]]></category>
		<category><![CDATA[licht]]></category>
		<category><![CDATA[schatten]]></category>
		<category><![CDATA[schlüssel]]></category>
		<category><![CDATA[strassen]]></category>
		<category><![CDATA[wahrheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn das Licht sich fallenlässt, Seh ich die Straßen kotzen. Der Vorhang der Wahrheit, Verführer zwischen Schatten, Das bist du. Drum dreh die Schlüssel um, Und nimm mich noch mal mit, Auf deinem dunklen Ritt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-2823" href="http://endkampf.de/2009/12/24/weihnacht/die-stadt-cover-3/"><img class="alignnone size-medium wp-image-2823" title="Die-Stadt-Cover" src="http://endkampf.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Die-Stadt-Cover2-500x138.jpg" alt="" width="500" height="138" /></a></p>
<blockquote><p><em>Wenn das Licht sich fallenlässt,<br />
Seh ich die Straßen kotzen.</em></p>
<p><em>Der Vorhang der Wahrheit,<br />
Verführer zwischen Schatten,<br />
Das bist du.</em></p>
<p><em>Drum dreh die Schlüssel um,<br />
Und nimm mich noch mal mit,<br />
Auf deinem dunklen Ritt.</em></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Weihnacht</title>
		<link>http://endkampf.de/2009/12/24/weihnacht/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 20:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich blicke über die Stadt und sehe nur Gräber. Ein Rest Leben tropft in klaren Pfützen von finsteren Dächern, und rinnt mit Dreck vermengt dem ewigen Dunkel entgegen. Toter Schnee legt sich wie bleierne Asche über die letzten Bewegungen. Die verbliebenen Farben ringen im Todeskampf, Ergrautes Dunkelrgrün, verwässertes braun, totgeweihte Kameraden. Nebel kriecht eisigen Fingern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-2823" href="http://endkampf.de/2009/12/24/weihnacht/die-stadt-cover-3/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2823" title="Die-Stadt-Cover" src="http://endkampf.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Die-Stadt-Cover2-500x138.jpg" alt="" width="500" height="138" /></a></p>
<p>Ich blicke über die Stadt und sehe nur Gräber.<br />
Ein Rest Leben tropft in klaren Pfützen von finsteren Dächern,<br />
und rinnt mit Dreck vermengt dem ewigen Dunkel entgegen.<br />
Toter Schnee legt sich wie bleierne Asche über die letzten Bewegungen.<br />
Die verbliebenen Farben ringen im Todeskampf,<br />
Ergrautes Dunkelrgrün, verwässertes braun, totgeweihte Kameraden.<br />
Nebel kriecht eisigen Fingern gleich in jede Ritze, lässt Augen gefrieren,<br />
und zuckende Hände für immer erstarren.</p>
<p>Und alles, was mich warm hält, ist ein zerbrechlicher Gedanke</p>
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