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	<title>endkampf &#187; geschichte</title>
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		<title>A Tasty History of War</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2008 20:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[{ v i a }]]></description>
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<p>{ <a href="http://blog.wired.com/defense/2008/02/video-a-tasty-h.html">v i a</a> }</p>
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		<title>Leben bereuen</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 02:18:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Fast ein Jahr ist jetzt vergangen. Vielleicht auch zehn Jahre. Er sitzt im Halbdunkel, muss weder essen noch trinken. Er muss nichts mehr tun. Er spürt nichts, keinen Schmerz, keine Temperatur. Er sitzt nackt im Halbdunkel, kein Fenster erhellt die leere Zelle. Das Licht ist immer das Gleiche. Nie hört er ein Geräusch. Die Wände [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast ein Jahr ist jetzt vergangen. Vielleicht auch zehn Jahre. Er sitzt im Halbdunkel, muss weder essen noch trinken. Er muss nichts mehr tun. Er spürt nichts, keinen Schmerz, keine Temperatur. Er sitzt nackt im Halbdunkel, kein Fenster erhellt die leere Zelle. Das Licht ist immer das Gleiche. Nie hört er ein Geräusch. Die Wände sind grau und kahl, keine Tapete, kein Muster. Er schläft auf dem Boden. Er sitzt auf dem Boden. Er steht auf dem Boden. Er schlägt auf den Boden.<br />
Keine Tür führt in den Raum. Er hat sich immer gefragt, wie er hier her gekommen ist.<br />
Die Zeit ging als Erstes. Dann die Fantasie. Dann ging er. Er weiß nicht mal mehr, wie er aussieht. Es bleibt nur noch der makellos glatte Raum. <span id="more-1070"></span><br />
Er sitzt, starrt in die Ecke, steht auf und starrt in die andere Ecke, und weil sie alle gleich aussehen, weiß er nicht, in welche Ecke er eben gestarrt hat.<br />
Er schließt die Augen und kann doch nur von diesem Raum träumen. Er ist leer, eine Verzweifelte Hülle.<br />
Hätte er doch nur „Ja“ geschrieen!<br />
Er weiß nichts mehr von dem Leben vor diesem Raum, aber er vermisst es mit jeder Faser seines Körpers und seines Geistes.<br />
Hätte er doch nur „Ja“ geschrieen!<br />
Als er das erste Mal in dem Raum aufwachte, lag dort ein Zettel. Darauf stand in blutroter Schrift:<br />
„Willst du sterben?“<br />
Er hatte gebrüllt. Dass sie ihn nie kriegen würden. Dass er kämpfen und sich wehren würde. Die Hoffnung war stark.<br />
Der Zettel war verschwunden. Die Hoffnung irgendwann auch. Der Raum war nie verschwunden, egal wie oft er die Augen geschlossen und wieder geöffnet hatte.<br />
Fast ein Jahr ist jetzt vergangen. Vielleicht auch zehn Jahre.<br />
Hätte er doch nur „Ja“ geschrieen!<!--more--></p>
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		<title>Camouflage pt.2</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 21:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[camouflage]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Kim zog die Karte durch den Leseschlitz. Mit einem Piepsen sprang das Licht der LED von rot auf grün und die Tür fuhr lautlos zurück. Sobald die Öffnung breit genug war, zwängte er sich in den Raum, in dem nun automatisch die Lichter angingen und klinische Helligkeit verbreiteten. Kim sah sich um. Das Labor erinnerte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kim zog die Karte durch den Leseschlitz. Mit einem Piepsen sprang das Licht der LED von rot auf grün und die Tür fuhr lautlos zurück. Sobald die Öffnung breit genug war, zwängte er sich in den Raum, in dem nun automatisch die Lichter angingen und klinische Helligkeit verbreiteten.<br />
Kim sah sich um. Das Labor erinnerte an eine verkleinerte Version einer Bahnhofshalle. Die rechteckige Grundfläche mit den hohen Wänden war überspannt von einem halbkreisförmigen Gewölbe, in dem sich neben der Passivbeleuchtung das Hochspannungsstahlnetz befand, mit dem es möglich war, elektrische Ladungen zu bündeln und in einem Lichttunnel zu kanalisieren. <span id="more-1016"></span><br />
Im Labor selbst standen ohne erkennbares Muster Schreibtische, Versuchsaufbauten und mannshohe Hi-Tech-Elektronik herum, die alle durch Kilometer von Kabelsträngen verbunden zu sein schienen. Auf einem erhöhten Arbeitsplatz in der Mitte, an dem links und rechts Gitterstufen hinauf führten, stand ein Torso, nicht unähnlich einer Schaufensterpuppe ohne Arme, auf einem Ständer. Darüber spannte sich ein nachtschwarzer Anzug.<br />
Kim hielt mit einem Lächeln direkt darauf zu.</p>
<p>Fluchend rannte Becker den Gang herunter. Letztes Jahr hatte er der Geschäftsleitung nahe gelegt, ein Alarmsystem zu installieren, das die Ausgänge verriegelt und alle Schlösser sperrt. Er wollte Knöpfe in den Gängen, um das System auszulösen. Becker hatte Dank für seinen Vorschlag geerntet und seitdem war nichts passiert. Missbrauchsgefahr, war die kurze Erklärung gewesen. Man vertraute auf die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen und den Wachdienst, der die Eingänge zu den S3 Labors immer im Auge hatte. Und nur der Wachdienst löste Alarm aus.<br />
Becker sah am Ende des Flures das Büro des Sicherheitsdienstes. Hatten diese unterbelichteten Deppen immer noch nicht bemerkt, dass sich ein Unbefugter mit van Halldebricks Karte Zutritt zu Gott weiß was verschaffte? Wenn der GodAccess eine Tür öffnete, hatten diese fettärschigen Donutfresser gefälligst auf den Bildschirm zu sehen!<br />
Beckers Laune fiel ins bodenlose, er stampfte auf das Sicherheitsbüro zu.</p>
<p>Langsam, ganz langsam glitt der Stoff tiefer. Das Höschen hatte sich nur um Millimeter nach unten bewegt. Julius und Fred gafften mit hohlem Blick und offenen Mündern auf das Bild, das sich ihnen so unverhofft bot. Eine feurige Braut, die von ihrer eigenen Geilheit übermannt wurde und es sich direkt selbst machte. Das würde keiner glauben. Die Braut blickte direkt in die Kamera und lutschte an ihrem rechten Zeigefinger. Julius hörte das Blut in seinen Ohren rauschen.</p>
<p>Kim hatte die Kabel aus den Buchsen gezogen und war dabei, den Anzug anzuziehen. Hose und Stiefel trug er bereits, nun kämpfte er mit dem Oberteil. Alles musste genau sitzen, sonst würde alles keinen Sinn machen. Kim musste sich beeilen, jederzeit konnte die Tür verriegelt werden und dann saß er in einer Falle, aus der es keinen Ausweg gab, Anzug hin oder her. Das Oberteil saß. Kim zog sich die Gesichtsmaske über, griff sich die Handschuhe und spurtete die Treppen herunter in Richtung Ausgang.</p>
<p>Sie konnte es nicht mehr herauszögern, Julius war sich sicher, in den nächsten Sekunden musste dieses geile Stück ihr Höschen an den Knien haben und er würde freien Blick haben. Und sie wollte es, er war sich sicher. Sie wollte, dass er sie betrachtete und es machte ihr Spaß. Und ihm würde es auch Spaß machen. Er kroch fast in den Monitor und hörte Fred neben sich laut atmen.<br />
„Ham’ die euch ins Gehirn geschissen oder was?“<br />
Julius zuckte von dem Schrei, der hinter ihm ertönte so zusammen, dass er mit dem Kopf hart gegen die Mattscheibe des Monitors knallte. Fred musste es ähnlich ergehen, er kippte seitwärts von seinem Stuhl und landete unsanft auf dem Boden.<br />
„Ihr Spastiker sollt hier aufpassen und keine Pornos gucken!“<br />
Becker lief zur Hochform auf. Mit hochrotem Kopf hatte er sich in der Tür des Sicherheitsbüros aufgebaut, brüllend und außer sich vor Wut. Er hatte die beiden Hohlköpfe noch nie leiden können, aber heute Abend hatten sie ihr Grab geschaufelt.<br />
„Seid ihr denn völlig wahnsinnig, ihr habt wohl den IQ eures eigenen Hemdes oder was? Wie kann man nur so doof sein, ihr überflüssiger Haufen primitiver Lebensform, geistlose Fleischhaufen!“<br />
„Herr Becker“, stammelte Julius“ wir haben…“<br />
„Iss mir scheißegal, du lochgeiler Neandertaler, der GodAccess wurde gerade benutzt und zwar nicht von von Halldebrick, also beweg dich und lös den verdammten Alarm aus, bevor ich mich völlig vergesse!“<br />
„Aber…wie..der GodAccess… aber wie…“ Julius blickte zum Monitor herüber. Das Protokoll für den GodAccess blinkte, der Audioalarm war sicher auch losgegangen, aber er hatte es wohl nicht gehört, seltsam…“<br />
„Oh Mann, du hast ne Reaktion wie ’n zugekifftes Faultier, beweg dich endlich!“ Becker brüllte dass die Wände wackelten, Julius wollte sich gerade umdrehen, doch Fred hatte den Knopf schon gedrückt. Ein Signal ertönte, im ganzen Komplex sprangen die Lichter an.<br />
„Endlich!“ stöhnte Becker. „Und jetzt kommt mit ihr Affen, der Typ ist mit Sicherheit im FoLab III, betet für euren fetten Ärsche, dass wir noch rechtzeitig kommen.</p>
<p>Kim hatte den Türöffner betätigt. Langsam fuhr die Tür zurück. Jetzt war kaum noch Eile angebracht, das schlimmste hatte er überstanden.<br />
Er hörte das Signal zu spät. Die Tür surrte wieder zu, schneller, als sie aufgegangen war. Kim reagierte, er sprang, stieß mit dem Becken hart an die Tür. Blitzschnell dreht er sich und stieß sich mit den Armen von der Tür weg. Er zog das rechte Bein nach draußen, doch der linke Fuß steckte noch in der Tür. Hart knallten die beiden Seiten der Tür gegen seinen Knöchel. Der Schmerz durchzuckte ihn und ließ jedes andere Gefühl verschwinden. Kim schrie auf. Unter Aufbietung aller Kräfte versuchte er seinen Fuß frei zu bekommen, doch es gelang ihm nicht. Immer fester und fester drückte die Tür zu.</p>
<p>Julius und Fred hatten ihre Waffen gezogen und folgten Becker, der immer noch jeden Atemzug nutzte, um die Beiden zu beschimpfen. Julius hoffte, dass der Eindringling noch im Labor war, sonst würde Becker ihn vermutlich filetieren. Sie rannten weiter. Plötzlich hörten sie einen Schmerzensschrei, nicht weit entfernt. Der Typ war also noch da. Julius umklammerte die Waffe und sie rannten weiter.</p>
<p>Kim hörte den Alarm, sie würden jeden Moment hier sein, doch er steckte fest. Er stemmte sich mit dem rechten Fuß gegen die Tür und riss mit aller Kraft. Der Fuß kam frei. Kim hörte Schritte, versuchte aufzustehen. Ein gleißender Schmerz überfiel ihn, er konnte kaum auftreten und landete wieder auf dem Boden. Die Schritte kamen immer  näher. Becker. Scheiße!</p>
<p>Kim versuchte, auf zu kommen, es gelang ihm unter unerträglichen Schmerzen. Er stand an die Wand gelehnt, als Becker mit zwei Wachleuten um die Flurecke bog.<br />
„Da, das ist er!“ brüllte Becker. „Schießt, schießt ihm in die Beine, los, bevor es zu spät ist!“ Einer der Sicherheitsleute hob die Waffe.<br />
Kim erstarrte. Jetzt gab es nur noch eine Möglichkeit. Er griff an die Gürtelschnalle des Anzuges und drückte. Ein leises Surren, so wie das einer anlaufenden Festplatte, ertönte und Kim spürte ein angenehmes Kribbeln.</p>
<p>Sie kamen um die letzte Ecke. Dort stand ein vermummter Kerl an die Wand gelehnt. Julius erinnerte der nachtschwarze Anzug des Eindringlings an einen James Bond Film.<br />
Becker brüllte schon wieder:<br />
„Da, das ist er, schießt, schießt ihm in die Beine!“ Julius hob zitternd seine Dienstwaffe. Der Typ mit dem schwarzen Anzug griff an seinen Gürtel. Julius zögerte einen Moment. Ein leises Surren ertönte, der Anzug schien plötzlich flüssig zu werden, er verlor an Kontur und Schärfe und eine Sekunde später glotzte Julius in einen völlig verlassenen Flur. Der Eindringling hatte sich in Luft aufgelöst!</p>
<blockquote><div class="blockquote_extender"><span>&lsquo;</span></div><p>-wird fortgesetzt-</p></blockquote>
<p><a href="http://endkampf.de/geschichten/camouflage/">Gesamte Geschichte lesen &#8230;</a></p>
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		<title>Das Spinnennetz, Teil 9</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 13:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Name ist L. Die Geschichte die ich erzählen möchte ist der Grund dafür, dass aus mir das geworden ist, was ich jetzt bin. Ein Gefangener, ein Verdammter. Damit ihr meine Geschichte versteht, müsst ihr wissen, was zuvor geschah: Wie gesagt, mein Name ist L. Ich bin wohl das, was man einen Überlebenskünstler nennt, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Name ist L. Die Geschichte die ich erzählen möchte ist der Grund dafür, dass aus mir das geworden ist, was ich jetzt bin. Ein Gefangener, ein Verdammter. Damit ihr meine Geschichte versteht, müsst ihr wissen, was zuvor geschah: </p>
<p>Wie gesagt, mein Name ist L. Ich bin wohl das, was man einen Überlebenskünstler nennt, was sich spannender anhört als es ist. Im Grunde genommen blieb mir nichts anderes übrig. Nachdem ich die Schule geschmissen hatte, fing ich an, mich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser zu halten. Rasen mähen, Flugzettel verteilen, als Kaktus verkleidet in einer Tequila-Kneipe bedienen, solche Sache eben. Meine Flamme ist Alex, sie arbeitet als Bedienung in eben dieser Kneipe. Oder besser: Arbeitete. Jetzt ist Alex tot. Ich fand ihre verbrannte Leiche in den Überresten des Gebäudes. Ihr Freund heißt Vlad, trägt eine hässliche Narbe im Gesicht und ist seit dem nicht aufgetaucht. Als ich nach Hause kam, sah ich Licht in meiner Wohnung brennen. Ich hatte Besuch – es war Vlads Kumpel Serge. Ich zertrümmerte sein Gesicht mit einem Feuerlöscher. Es war Notwehr, er war bewaffnet. Mir blieb keine andere Wahl. Jetzt liegt seine Leiche in meiner Badewanne und ich bin auf der Flucht. Vor was? Ich weiß es nicht. Vlad. Den Bullen. Vor meinen eigenen Dämonen. <span id="more-1003"></span></p>
<p>- 8. KAPITEL: I Kill For You. –</p>
<p>Variante Nummer 3 also. Die Sache zu Ende bringen. Leicht gesagt, verdammte Scheiße. Wo war jetzt der Held in mir? Jetzt wo meine Hände zitterten. Wenigstens hatte der Kaffee seine Wirkung getan und die Müdigkeit aus meinen Gliedern vertrieben. Der letzte Schluck des bitteren Safts – und keine geheime Botschaft im Boden des Bechers. Keine himmlische  Fügung. Kein Kaffeesatz zum Lesen. Aber wer glaubt schon an diesen Bullshit. Ich war allein. Ich kämpfte allein. Und ich würde alleine sterben. So oder so.</p>
<p>Die Pistole drückte hart in meine Seite, als ich aufstand. Die Uhr an der Wand zeigte kurz vor 6, als ich auf die leeren Straßen trat. Die Stadt schlief noch ihren unruhigen Schlaf, träumte von hartem Asphalt und grellem Neonlicht. Ich träumte von Rache und dachte an Vlad. Scarface! Alle Möglichkeiten deuteten auf den Russen. Oder Kasachen, oder Usbeken. Was auch immer, ich musste mit ihm reden. Keine Ahnung wo er wohnte. Nur seinen Laden kannte ich. Von außen. Lagerhaus, unten am Hafen. „Vladimir P. Andrejew / Im- und Export“, kyrillische Lettern darunter. Krumme Geschäfte, todsicher. Wer wusste schon, was da lief. Vlad danach zu fragen, erschien mir jedenfalls nie eine besonders kluge Idee zu sein. Ich ging um zwei Ecken und hielt nach kurzem Zögern ein Taxi an. Der Fahrer, ein dicker Türke mit müden Augen, sagte während der Fahrt kein einziges Wort, was mir ganz recht war. Ich musste denken, mich zusammenreißen. Nur keine dummen Fehler machen jetzt. Ich vermied es, den Fahrer direkt anzusehen. Vielleicht lief die Fahndung schon. Vielleicht hatten die Nachbarn den Lärm aus meiner Wohnung bemerkt. Vielleicht suchten die Bullen schon nach mir. Vielleicht war ich schon paranoid geworden. Ich ließ den Fahrer ein gutes Stück vom Hafen entfernt anhalten und lief den Rest zu Fuß. Die kühle Morgenluft füllte meine Lungen und mir wurde klar, dass ich keinen Plan hatte.</p>
<p>Was war, wenn Vlad tatsächlich dort war? Was war, wenn er nicht alleine war? Mich ein Haufen knochenbrechender usbekischer Kleiderschränke empfangen würde. Was würde ich dann tun? Die Bullen rufen? Ich hatte nicht mal mein Handy dabei. Verdammt. Jedem Einzelnen eine Kugel in den Kopf jagen? Ich dachte kurz an den Tod und Gott und beschloss dann, drauf zu scheißen.</p>
<p>Ich stieg die Treppen zum Kai hinunter, drückte mich an rostige Container, die wie gigantische Bausteine in den grauen Himmel ragten. Auf den vertäuten Booten hockten ein paar verschlafene Möwen. Sonst war kein Leben am Wasser. Die Lagenhalle kam in Sichtweite. Flach duckte sie sich zwischen bunten Containern vor einem Steg, an dem einige kleine Motorboote festgemacht hatten. Neben der Halle parkte ein schwarzer Wagen, Marke Mercedes. Zuhälterkarre. In der Innentasche meines Mantels fühlte ich die P8. Ein Gedanke, groß und dunkel, breitete sich in heißen Wellen in mir aus. Das hier war kein Traum. Als ich die Waffe zog, sprach ich die Worte, klar und tief: „Das hier ist für dich, Alex.“</p>
<p><em>Fortsetzung folgt &#8230;</em></p>
<p>Die gesamte Geschichte findest du <a href="http://endkampf.de/geschichten/das-spinnennetz/">hier</a>.</p>
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		<title>Der ewige Schüler (Letzter Teil)</title>
		<link>http://endkampf.de/2007/07/13/der-ewige-schueler-letzter-teil/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jul 2007 10:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und dann sah Tim die Zähne: Zwei große Schneidezähne und einen dicken, flachen Backenzahn. Ein heißer Schauer überlief ihn und sein Gesicht fühlte sich taub an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann sah Tim die Zähne: Zwei große Schneidezähne und einen dicken, flachen Backenzahn. Ein heißer Schauer überlief ihn und sein Gesicht fühlte sich taub an.</p>
<p>Das mussten <em>seine</em> Zähne sein!</p>
<p>Seine Zähne, die da fast schon säuberlich aufgereiht im Dach des umgestürzten Wagens lagen, weiß glänzend in einer kleinen Lache rosaroten Bluts.</p>
<p>Wie betäubt zog Tim unter schmerzhaften Verrenkungen seiner Arme den über ihm hängenden Rückspiegel zu sich heran. Als er sich  unter leisem Stöhnen zwang, seine schmerzenden Kiefer zu öffenen, fiel ihm etwas auf. Er hatte es eben bemerkt, ohne sich Gedanken darüber zu machen.</p>
<p><em>Nein!<br />
Unmöglich!<br />
Das konnte nicht sein!<br />
</em></p>
<p><span id="more-908"></span></p>
<p>Der Backenzahn hatte eine Krone gehabt. Aber Tim wusste, dass er keine Kronen hatte. Er hatte gute Zähne. Das sagte ihm sein Zahnarzt bei jedem Besuch!<br />
Er riss den gesprungenen Rückspiegel aus seiner Fassung, vom Schrecken gepackt, und schob seine Kiefer auseinander.</p>
<p>In diesem Moment zerbracht etwas in Tim. Etwas, von dem er nicht gewusst hatte, dass er es besaß. Ein Gewicht löste sich aus seiner Verankerung und stürzte in seinen Magen hinab.<br />
Als er seine gebrochenen Beine aus den verbogenen Pedalen befreite, fühlte er keine Schmerzen.<br />
Als er seinen geschundenen Körper durch die zersplitterte Scheibe presste, fühlte er keine Schmerzen.<br />
Als er durch das Gras kroch, sah Tim Blut. Viel Blut.<br />
Und einen blauen Puma-Turnschuh, in dem ein Fuß steckte.</p>
<p>Tim kannte den Schuh. Er gehörte Mario. Mario war sein besten Freund und lag jetzt zerschnitten und seltsam verrenkt einige Meter neben dem blauen Puma-Turnschuh im saftig-grünen Gras dieses sonnigen Sommernachmittages.</p>
<p>Als Tim aufwachte, bemerkte er, dass man ihm etwas in Nase und Mund geschoben hatte. Im Augenwinkel erkannte er schemenhaft eine Person, die auf einem Stuhl neben seinem Bett saß. Tim zwinkerte und erkannte die Person. Seine Mutter sah alt aus.</p>
<p>Die Zeitungen berichteten eine Woche lang über den <em>&#8220;Todesfahrer von Gießen&#8221;</em>. Zuerst groß auf den Titelseiten, dann folgten einige Berichte über das Leben von Tim und nähere Details über das &#8220;tragische Unglück&#8221;.</p>
<p><strong># # # Seine Mitfahrer, die Jugendlichen Mario S. und Andrea N. waren nicht angeschnallt, als der Wagen aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und sich mehrfach überschlug. # # #</strong></p>
<p>&#8230;</p>
<p><strong># # # Sie wurden aus dem Fahrzeug geschleudert und erlagen noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. # # #</strong></p>
<p>Fünf Monate später berichtete nur noch eine kleine Lokalzeitung in einer schmalen, leicht zu übersehenden Spalte auf der vierten Seite. Tim B., der Fahrer des am Nachmittag des 7. Juni 2006 verunglückten Wagens, sei vom Landgericht wegen fahrlässiger Tötung zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden.<br />
<strong><br />
# # # Auf Grund der Schwere der Schuld, so die Einlassung des Gerichts, insbesondere der schweren Sorgfaltspflichtverletzung im Hinblick auf die Anschnallpflicht der Mitfahrer des Tim B., konnte die Haftstrafe nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden. # # #</strong></p>
<p>Tim fühlte sich schwach und taub, als er seine Schnürsenkel zusammenknotete. Er konnte nicht mehr weinen, als er sich in seiner Zelle erhängte.</p>
<blockquote><div class="blockquote_extender"><span>&lsquo;</span></div><p>Dies ist der letzte Teil meiner kleinen Fortsetzungsgeschichte.<br />
Zum Nachlesen: <a href="http://endkampf.de/2007/06/13/der-ewige-schueler/">Teil 1</a>, <a href="http://endkampf.de/2007/06/21/der-ewige-schueler-2/">Teil 2</a> oder die <a href="http://endkampf.de/geschichten/der-ewige-schueler/">gesamte Geschichte</a>.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Spinnennetz, Teil 8</title>
		<link>http://endkampf.de/2007/05/14/das-spinnennetz-teil-8/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2007 11:47:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Serge war tot. Am fernen Horizont zeigten sich die ersten grellen Farben des neuen Tages, lila und dunkelblau. Die Luft war eisig und ein scharfer Wind heulte durch die betonierten Schluchten der Stadt. Sie war noch nicht erwacht. „Frische“ dachte ich. „Frische“ und dass ich ein Mörder war. Oder ein Totschläger. Es war Notwehr gewesen, verdammte Scheiße! „Aber wer wird dir das glauben, wenn du vor Gericht stehst?“ flüsterte eine kalte Stimme, die aus einer Tiefe in meinem Kopf zu kommen schien, der ich mir bis dahin nicht bewusst gewesen war. Von dort, wo die niedersten Instinkte hausen. Hinter der glänzenden, sauberen Fassade der Vernunft kam etwas hervor. Mein ganz persönliches schmutziges Es.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>- 7. KAPITEL: Unter Strom -</p>
<p>Serge war tot. Am fernen Horizont zeigten sich die ersten grellen Farben des neuen Tages, lila und dunkelblau. Die Luft war eisig und ein scharfer Wind heulte durch die betonierten Schluchten der Stadt. Sie war noch nicht erwacht. „Frische“ dachte ich. „Frische“ und dass ich ein Mörder war. Oder ein Totschläger. Es war Notwehr gewesen, verdammte Scheiße! „Aber wer wird dir das glauben, wenn du vor Gericht stehst?“ flüsterte eine kalte Stimme, die aus einer Tiefe in meinem Kopf zu kommen schien, der ich mir bis dahin nicht bewusst gewesen war. Von dort, wo die niedersten Instinkte hausen. Hinter der glänzenden, sauberen Fassade der Vernunft kam etwas hervor. Mein ganz persönliches schmutziges <em>Es</em>.<br />
Ein zittriger Schauer lief mir durch den ganzen Körper, als ich nur „Notwehr“ denken konnte. Mit Beinen aus Gummi stand ich an der Straße, an diesem eisigen Wintermorgen, fest entschlossen, Licht in’s Dunkel dieser völlig kranken Geschichte zu bringen.</p>
<p>Aber ich konnte mich einfach nicht konzentrieren, die Pistole drückte schmerzhaft in meine Rippen. Alex war tot, verbrannt. Ich hatte ihre entstellte Leiche gesehen. Serge hatte mir in meiner eigenen Wohnung aufgelauert. Ich hatte ihn mit einem knallroten Feuerlöscher erschlagen, in Panik. „In Notwehr. Du hattest keine Wahl. Sonst hätte er dich umgebracht.“ meldete sich mein Gewissen wieder zu Wort.</p>
<p>Gebetsmühlenartig: „In Notwehr. Er oder du. Keine Wahl.“</p>
<p>Aber stimmte das? War Serge wirklich gekommen, um mich zu töten? Er hatte etwas in meiner Wohnung gesucht. Er war bewaffnet gewesen. Aber vielleicht war er das immer&#8230;</p>
<p>„Wer wird dir glauben?“</p>
<p>Sie werden mir glauben! Sie müssen mir glauben!</p>
<p>„Du wirst einfahren, soviel ist sicher! Knast! Gangs! Drogen! Vergewaltigung! Arschfick unter der Dusche!“</p>
<p><span id="more-849"></span><br />
Ich beschloss, die kalte Stimme zu ignorieren. Es war egal. Wahrscheinlich würde ich nicht lange genug leben, um verurteilt zu werden. Wahrscheinlich war schon jemand unterwegs zu meiner Wohnung, weil Serge sich nicht mehr meldete. Wahrscheinlich waren alle Russen der Stadt auf der Suche nach mir. Um Rache zu nehmen. Um Vlads Bruder zu rächen. Vielleicht würden sie mich foltern. Mir die Fingernägel mit einer Beißzange rausziehen. Einen nach dem anderen. Kleine Dioden an meinen Eiern anbringen und mich mit Stromstößen zu Tode quälen. Mich lebendig im Hafenbecken versenken – eisiges Wasser, das meine Lungen füllt.</p>
<p>Ich musste die Initiative ergreifen &#8211; ihnen zuvorkommen! „Kopfsache“ sagte die kalte Stimme und sie hatte völlig recht, verdammt noch mal! Ich musste überlegen, nachdenken. Die ganze Sache war zu komplex, zu wirr, um überhastete Entscheidungen zu treffen.</p>
<p>Ich bog um einige Ecken und verkroch mich in einem McDonalds – den einzigen Laden, der um diese Zeit schon – oder noch – geöffnet hatte. Ich bestellte schwarzen Kaffee und setzte mich in eine Ecke, die von der Straße aus nicht einzusehen war.<br />
Es war ein schlechtes Versteck, aber es gab nun mal nichts besseres. Als mir der schwarze Saft heiß und belebend durch die Kehle floss, sah ich drei Möglichkeiten, weiterzumachen. Und am Leben zu bleiben.</p>
<p>Variante 1: Die Bullen – zum nächsten Polizeirevier laufen und denen alles erzählen.<br />
Vermutliches Resultat: Verhaftung, da die Strafverfolgungsbehörden sehr wahrscheinlich wenig Verständnis für eine blutüberströmte Leiche in meiner Badewanne aufbringen würden.</p>
<p>Variante 2: Weglaufen – die Stadt verlassen.<br />
Vermutliches Resultat: Sowohl Polizei als auch Vlads Gang würden mich suchen – und jagen. Außerdem würde ich nicht weit kommen – mein Auto lag zerstört in einem Straßengraben irgendwo in der Pampa. Vielleicht war es auch schon weggeräumt worden. Die Bullen wussten damit, dass ich auf öffentliche Verkehrmittel angewiesen war oder zu Trampen versuchen musste. Alles in allem also keine besonders attraktive Variante.</p>
<p>Variante 3: Die Sache zu Ende bringen.<br />
Vermutliches Resultat: Unbekannt.</p>
<p>Drei Varianten also. Und keine davon reizte mich sonderlich. Aber so war nun mal die Situation und man musste schließlich nehmen, was man bekam.<br />
Ich spülte den restlichen Kaffee runter und musste plötzlich lachen. Es fuhr so schnell in mir auf, dass ich es nicht mehr unterdrücken konnte. Ein lautes, heißeres, schrilles, verrücktes Lachen, das in Husten überging, als ich versuchte, die Brühe in meinem Mund zu schlucken und sie mir im Hals stecken blieb.</p>
<p>Es war die Stimme gewesen, die mich zum Lachen gebracht hatte. Sie hatte wieder geflüstert, leise zwar &#8211; doch klar und deutlich wahrnehmbar:</p>
<p>„Du wirst die Sache zu Ende bringen. Du bist der Retter, du bist der Krieger, du bist der Rächer in deinem eigenen Film. Du bist Mad Max, du bist Bruce Willis, du bist Max Payne!“ Und es stimmte. Nicht dass ich mich als Filmheld fühlte, der sich auf einem Rachefeldzug für irgendein hehres und gutes Ziel befand. Nein! Ich fühlte mich eher wie ein trauriges Stück Scheiße, das sich in der hintersten Ecke eines Schnellrestaurants vor einer Entscheidung drückt. Aber die Stimme hatte mir mit einem Mal klar gemacht, dass ich vermutlich wie eine schlechte Karikatur eines Filmhelden <em>aussah</em>. Einsamer Kämpfer, schwarzer Ledermantel, Pistole darin. Ich war der <em>Lone Ranger</em> und das einzige was mir noch fehlte, war ein sprechendes Auto. Ein schwarzer Pontiac Firebird – Super Pursuit Mode aktiviert! Ein Mann und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht!<br />
Als ich mich mit tränenden Augen von dem Anfall erholt hatte, schmerzten meine Lungenflügel. Das alles war alles andere als komisch, aber wenigstens wusste ich jetzt, wie die Geschichte weitergehen musste.</p>
<p>Leise, wie in Trance, sprach ich die Worte:</p>
<p>„Variante Nummer drei: Ich komme!“</p>
<p><em>Fortsetzung folgt &#8230;</em></p>
<p>Die gesamte Geschichte findest du <a href="http://endkampf.de/geschichten/das-spinnennetz/">hier</a>.</p>
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		<title>Eine langweilige Geschichte</title>
		<link>http://endkampf.de/2006/04/02/eine-langweilige-geschichte/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Apr 2006 16:56:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[langeweile]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sie ging, wie sie lief, scheint sie etwas zu tragen. Im Regen, das war eine Überraschung, mein enttäuschter Blick ist dir nicht verborgen geblieben. Da ist ein Schatten, läuft durch ihr Gesicht. Waren das Hoffnungen, die da neben uns im Rinnstein fließen. Vielleicht, sagt sie und ich hasse vielleicht. Was ist das für ein Gefühl, wenn man sich im Kreise dreht. Nein, das ist nicht logisch. Sich nicht mehr zu ändern, an nichts mehr zu glauben. Du hast einen Weg gefunden, man sieht es dir an. Du hast mich nie getroffen, in der Mitte. Es sind die Dinge, die du spannend findest in dieser langweiligen Geschichte. Mein kleines altes Herz. Schattenlicht und sonnenfern. Keine Lieder über Liebe. Zweihunderteinunddreißig Sekunden im Weltall. Als ich dich da stehen sah war ich hungrig und du hast dich nicht umgedreht. Das zu sagen, schau dich doch an, war einfach. Ich begrabe meine Gedanken um dich, gebe Engeln meine Hand. Deine Hände fangen an zu zittern, es zu verbergen fällt dir schwer. Die Sonne lacht dich aus in diesem Moment. Das sind keine Rätsel mehr, ich zerstöre es mit einem Wort.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sie ging, wie sie lief, scheint sie etwas zu tragen. Im Regen, das war eine Überraschung, mein enttäuschter Blick ist dir nicht verborgen geblieben. Da ist ein Schatten, läuft durch ihr Gesicht. Waren das Hoffnungen, die da neben uns im Rinnstein fließen. Vielleicht, sagt sie und ich hasse vielleicht. Was ist das für ein Gefühl, wenn man sich im Kreise dreht. Nein, das ist nicht logisch. Sich nicht mehr zu ändern, an nichts mehr zu glauben. Du hast einen Weg gefunden, man sieht es dir an. Du hast mich nie getroffen, in der Mitte. Es sind die Dinge, die du spannend findest in dieser langweiligen Geschichte. Mein kleines altes Herz. Schattenlicht und sonnenfern. Keine Lieder über Liebe. Zweihunderteinunddreißig Sekunden im Weltall. Als ich dich da stehen sah war ich hungrig und du hast dich nicht umgedreht. Das zu sagen, schau dich doch an, war einfach. Ich begrabe meine Gedanken um dich, gebe Engeln meine Hand. Deine Hände fangen an zu zittern, es zu verbergen fällt dir schwer. Die Sonne lacht dich aus in diesem Moment. Das sind keine Rätsel mehr, ich zerstöre es mit einem Wort.</p>
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