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	<title>endkampf &#187; wasser</title>
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		<title>Im Wasser</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 09:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Wasser gebrochen Gedanken und Stahl Dein Antlitz so zart Wie Seide, wie Zimt. In Tropfen gegossen Sind Punkte aus Licht Dein Blick sucht nach Hoffnung Doch findet sie nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Wasser gebrochen</p>
<p>Gedanken und Stahl</p>
<p>Dein Antlitz so zart</p>
<p>Wie Seide, wie Zimt.</p>
<p>In Tropfen gegossen</p>
<p>Sind Punkte aus Licht</p>
<p>Dein Blick sucht nach Hoffnung</p>
<p>Doch findet sie nicht.</p>
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		<title>Europa</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 13:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Du auf dem Gehweg, wir sind nicht verwandt. Und wandern doch  träge zwischen den Zeilen, aus Stein und aus Sand. Ein Land ist entstanden, gerungen vom Meer. Vergieß keine Träne, hier kämpft niemand fair. Mit fransigen Grenzen, in bitterem Fleiß. Durch schroffes Gebirge strömt Wasser aus Eis. Fließt sacht in deinen weiten Schoß. Mein Tag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Du auf dem Gehweg, wir sind nicht verwandt. Und wandern doch  träge zwischen den Zeilen, aus Stein und aus Sand.</p>
<p>Ein Land ist entstanden, gerungen vom Meer. Vergieß keine Träne, hier kämpft niemand fair.</p>
<p>Mit fransigen Grenzen, in bitterem Fleiß. Durch schroffes Gebirge strömt Wasser aus Eis.</p>
<p>Fließt sacht in deinen weiten Schoß. Mein Tag ist jetzt.</p>
<p>Europa! Lass mich los.</p>
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		<title>No Return</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 12:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Zeit sie geht, so momentan. Stürzt sich herab, wie Wasser, ohne Hahn.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit sie geht, so momentan.</p>
<p>Stürzt sich herab,</p>
<p>wie Wasser,</p>
<p>ohne Hahn.</p>
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		<title>Afrika / Tag 3</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 18:40:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle bisher erschienenen Teile dieses Reisetagebuchs sind hier zusammengefasst. Tag 3 – 23. Juli 2007 NGOR &#8211; MEDINA Heute ist Strandtag. Nach einem schnellen Frühstück mit türkischem Kaffee rufen wir Bayé an, der uns nach Ngor bringen soll, einem Streifen Strand am anderen Ende von Dakar. Zwei Minuten später steht er grinsend vor der Tür. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Alle bisher erschienenen Teile dieses Reisetagebuchs <a href="http://endkampf.de/serien/afrika-ein-reisetagebuch/">sind hier zusammengefasst</a>.</p></blockquote>
<p><strong>Tag 3 – 23. Juli 2007</strong><br />
NGOR &#8211; MEDINA</p>
<p>Heute ist Strandtag. Nach einem schnellen Frühstück mit türkischem Kaffee rufen wir Bayé an, der uns nach Ngor bringen soll, einem Streifen Strand am anderen Ende von Dakar. Zwei Minuten später steht er grinsend vor der Tür. Die Fahrt geht entlang der Küstenstraßen gen Norden. Hier reihen sich die Baustellen wie in einer Perlenkette hintereinander auf. Staub liegt in der milchigen Luft. Luxushotels mit Meerblick, gebaut von Saudis für Europäer, entstehen hier, erklärt Bayé. Es riecht nach frischem Teer und überfahrenen Tieren. Hunderte Greifvögel schweben am Himmel, kreisen in ihren Bahnen. Die abgasgeschwängerte Luft ist hier unten kaum zu atmen. Nur widerwillig atme ich den stickigen grauen Dunst ein, der einen  klebrigen Schleier auf den Lungen zu bilden scheint. Die „Corniche Ouest“ beschreibt jetzt einen Schlenker nach Osten, weg von der Küste und durch das Quartier Medina. Es ist ein Armenviertel, vor dem uns alle bisher gewarnt haben, einen Fuß hierhin zu setzen. <em>„C&#8217;est la bas!“</em> ruft unser Fahrer und deutet auf eine Reihe grünlich-gelber Bauten ohne Fenster. Er lebt auch hier. <span id="more-1127"></span></p>
<p>Medina ist nach Dakar ein eigener Planet und von Europa Millionen Lichtjahre entfernt. Hier endet der Asphalt der Straßen in zahllosen engen Gassen, in die die heißen Winde Abfälle pusten. Kahle Häuser, Trümmer, Schmutz, schwarze Menschenmassen, viele in Lumpen. Kranke, traurige Hunde am Straßenrand, halb verhungert. Klapprige, von mageren Eseln und Pferden gezogene Karren holpern durch die Straßen neben uns. Medina sieht aus, als hätte jemand eine Atombombe über einer mittelalterlichen Kleinstadt gezündet. Überall tuckern von oben bis unten bunt bemalte Kleinbusse und Transporter und spucken schwarze Wolken aus. An ihnen hängen die Fahrgäste außen wie Trauben, halten sich lässig mit einer Hand fest und wirken dabei seelenruhig und völlig entspannt. Manche starren uns aggressiv an, angriffslustig beinahe, und schlagen beim Überholen auf das Dach unseres Taxis ein. Diese Gegend sollten wir tatsächlich, bei aller Abenteuerlust, nur im relativ sicheren Taxi durchqueren. Als wir Medina verlassen, passieren wir, zurück auf der Küstenpassage, die beiden stolz aufragenden Türme der Großen Moschee, die nachts effektvoll und weithin sichtbar angestrahlt werden. Daneben liegt weiter nördlich auf einem Hügel der festungsartig angelegte Leuchtturm Dakars. In Ngor erreichen wir die Nordspitze der Stadt. Hier liegt, verborgen hinter einem Labyrinth aus winzigen Garküchen und Grills, auf denen heißes Hammelfleisch und frischer Fisch brutzeln, der Strand.</p>
<p>Wir nehmen uns einen Platz mit Sonnenschirm und bunten Matten und verbringen den Nachmittag mit Lesen und Baden. Es wimmelt hier von Kindern, die ausgelassen im Wasser toben und uns unverhohlen und mit großen Augen anstarren. Uns, die Toubabs, die Bleichgesichter, die Weißnasen. Wesen von einem anderen Stern. Überhäuft mit Luxus und unermesslich reich. Allein unsere Hautfarbe erzeugt hier Neid und schürt Bewunderung, Verachtung und Hass. Ist Zündstoff und Auslöser für Träume, Hoffnungen und Vorurteile. Wir beiden Wesen, Ureingeborene vom Planeten Europa, fern und unerreichbar für die meisten hier. Der größte Teil der so genannten „Boat People“, die die Überfahrt nach Gibraltar oder zum spanischen Festland auf löchrigen, seeuntüchtigen Booten wagen, kommt aus dem Senegal. Hunderte und tausende von ihnen kentern in Seegang und Sturm und werden verschluckt vom tiefen Meer. Fern der Heimat, fern der Ferne, die Hoffnung verhieß. Diese Menschen kämpfen und sterben für das, was uns Europäern schon in die Wiege gelegt wurde. Was wir als unser natürliches, ganz selbstverständliches Recht ansehen: Strom, fließendes Wasser, gesundheitliche Versorgung, Bildung und Arbeit.</p>
<p>Als wir an diesem Abend in einer schmutzigen Garküche über unserem Chawarma sitzen, verstehe ich, warum sie uns so ansehen.</p>
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		<title>Linklist P0rno! 9.0</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 16:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[The Future &#124; Wal unter Bohrinsel &#124; Voll mit Schoki &#124; Homer smokes Weed &#124; Strapless &#124; Eines Tages &#124; Freiwilliger im Irak &#124; Haie = Mörder? &#124; Keine Freunde mit Salat &#124; The Chinese fully ignore Copyrights &#124; Terroranschlag vortäuschen &#124; Roland Freisler 1 2 &#124; Wegen Joint nackt ausgezogen &#124; Aua!!! &#124; Does-Nothing-o-Matic [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dadan.net/portfolio/thefuture.php">The Future</a> | <a href="http://www.liveleak.com/view?i=13d_1191597155">Wal unter Bohrinsel</a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=VD8Y5yvjh0k"><strong>Voll mit Schoki</strong></a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GxKvYZ3uD_4">Homer smokes Weed</a> | <a href="http://www.strapless.de.vu/">Strapless</a> | <a href="http://einestages.spiegel.de/page/Home.html"><strong>Eines Tages</strong></a> | <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,510699,00.html">Freiwilliger im Irak</a> | <a href="http://www.scinexx.de/index.php?cmd=focus_detail2&#038;f_id=105&#038;rang=9">Haie = Mörder?</a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TGHW4MOSDVs">Keine Freunde mit Salat</a> | <a href="http://creativeadvertisingworld.com/bmw-7-vs-byd-f6/"><strong>The Chinese fully ignore Copyrights</strong></a> | Terroranschlag vortäuschen | Roland Freisler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Freisler">1</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=aNi5256dhvM">2</a> | <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/zuerich/791420.html">Wegen Joint nackt ausgezogen</a> | <a href="http://www.picturebookmarking.com/picture.php?/1575/category/uploaded">Aua!!!</a> | <a href="http://www.collegehumor.com/video:1777554/context/popular"><strong>Does-Nothing-o-Matic</strong></a> | <a href="http://www.snotr.com/video/256">Mythbusters</a> | Zweiköpfige Schildkröte | <a href="http://www.collegehumor.com/video:1777187"><strong>Wall Animation</strong></a> | <a href="http://www.break.com/index/little-girl-vs-soccer-ball.html">Little Girl vs. Soccer Ball</a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ah24BkyUcZs">Quantum Physics</a> | <a href="http://swallowingthecamel.blogspot.com/2007/08/worlds-weirdeststupidest-conspiracy.html"><strong>Dümmste Verschwörungstheorien</strong></a> | <a href="http://blog.beetlebum.de/2007/09/16/ein-kinderzimmer-fur-den-wurm/">Kinderzimmer</a> | <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=4796674762025998102">Shopping 1999</a> | <a href="http://youtube.com/watch?v=eAr7zKxjCDY">You wouldn&#8217;t steal a &#8230;</a> | <a href="http://www.liveleak.com/view?i=2c7_1173547096"><strong>Jesus Camp &#038; Bush</strong></a>  | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ied5giph8kc">Helmut Poppen</a> | Big Jump | Schadenfreude | <a href="http://bestofgooglevideo.com/video.php?video=264">Exotisches Wasser</a> | <a href="http://bestofgooglevideo.com/video.php?video=228">Don&#8217;t ask for Directions</a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dG3NuZH5e-8"><strong>Eva Herman: Rausschmiss</strong></a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_q6O_lilM2Y">John Rambo</a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=J7CiXP7jtJM">Familienduell</a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=31Z6JjTAla4">Einfache Fragen?</a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PvqR2F7hcG0"><strong>NPD hat Klo erst nach Monaten gefunden</strong></a> (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=YrR9LPvtwZA">Bonus</a>) | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cYH60NCCdLM">Imbissbuden-Deutsch</a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rad4A5YZiJA">Superstar-Deutsch</a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zc8buCS1j9c"><strong>Morgen!</strong></a> | <a href="http://www.youtube.com/watch?v=oYzcVWxZcnQ">Servus, Edmund!</a></p>
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		<title>Das Spinnennetz, Teil 9</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 13:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Name ist L. Die Geschichte die ich erzählen möchte ist der Grund dafür, dass aus mir das geworden ist, was ich jetzt bin. Ein Gefangener, ein Verdammter. Damit ihr meine Geschichte versteht, müsst ihr wissen, was zuvor geschah: Wie gesagt, mein Name ist L. Ich bin wohl das, was man einen Überlebenskünstler nennt, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Name ist L. Die Geschichte die ich erzählen möchte ist der Grund dafür, dass aus mir das geworden ist, was ich jetzt bin. Ein Gefangener, ein Verdammter. Damit ihr meine Geschichte versteht, müsst ihr wissen, was zuvor geschah: </p>
<p>Wie gesagt, mein Name ist L. Ich bin wohl das, was man einen Überlebenskünstler nennt, was sich spannender anhört als es ist. Im Grunde genommen blieb mir nichts anderes übrig. Nachdem ich die Schule geschmissen hatte, fing ich an, mich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser zu halten. Rasen mähen, Flugzettel verteilen, als Kaktus verkleidet in einer Tequila-Kneipe bedienen, solche Sache eben. Meine Flamme ist Alex, sie arbeitet als Bedienung in eben dieser Kneipe. Oder besser: Arbeitete. Jetzt ist Alex tot. Ich fand ihre verbrannte Leiche in den Überresten des Gebäudes. Ihr Freund heißt Vlad, trägt eine hässliche Narbe im Gesicht und ist seit dem nicht aufgetaucht. Als ich nach Hause kam, sah ich Licht in meiner Wohnung brennen. Ich hatte Besuch – es war Vlads Kumpel Serge. Ich zertrümmerte sein Gesicht mit einem Feuerlöscher. Es war Notwehr, er war bewaffnet. Mir blieb keine andere Wahl. Jetzt liegt seine Leiche in meiner Badewanne und ich bin auf der Flucht. Vor was? Ich weiß es nicht. Vlad. Den Bullen. Vor meinen eigenen Dämonen. <span id="more-1003"></span></p>
<p>- 8. KAPITEL: I Kill For You. –</p>
<p>Variante Nummer 3 also. Die Sache zu Ende bringen. Leicht gesagt, verdammte Scheiße. Wo war jetzt der Held in mir? Jetzt wo meine Hände zitterten. Wenigstens hatte der Kaffee seine Wirkung getan und die Müdigkeit aus meinen Gliedern vertrieben. Der letzte Schluck des bitteren Safts – und keine geheime Botschaft im Boden des Bechers. Keine himmlische  Fügung. Kein Kaffeesatz zum Lesen. Aber wer glaubt schon an diesen Bullshit. Ich war allein. Ich kämpfte allein. Und ich würde alleine sterben. So oder so.</p>
<p>Die Pistole drückte hart in meine Seite, als ich aufstand. Die Uhr an der Wand zeigte kurz vor 6, als ich auf die leeren Straßen trat. Die Stadt schlief noch ihren unruhigen Schlaf, träumte von hartem Asphalt und grellem Neonlicht. Ich träumte von Rache und dachte an Vlad. Scarface! Alle Möglichkeiten deuteten auf den Russen. Oder Kasachen, oder Usbeken. Was auch immer, ich musste mit ihm reden. Keine Ahnung wo er wohnte. Nur seinen Laden kannte ich. Von außen. Lagerhaus, unten am Hafen. „Vladimir P. Andrejew / Im- und Export“, kyrillische Lettern darunter. Krumme Geschäfte, todsicher. Wer wusste schon, was da lief. Vlad danach zu fragen, erschien mir jedenfalls nie eine besonders kluge Idee zu sein. Ich ging um zwei Ecken und hielt nach kurzem Zögern ein Taxi an. Der Fahrer, ein dicker Türke mit müden Augen, sagte während der Fahrt kein einziges Wort, was mir ganz recht war. Ich musste denken, mich zusammenreißen. Nur keine dummen Fehler machen jetzt. Ich vermied es, den Fahrer direkt anzusehen. Vielleicht lief die Fahndung schon. Vielleicht hatten die Nachbarn den Lärm aus meiner Wohnung bemerkt. Vielleicht suchten die Bullen schon nach mir. Vielleicht war ich schon paranoid geworden. Ich ließ den Fahrer ein gutes Stück vom Hafen entfernt anhalten und lief den Rest zu Fuß. Die kühle Morgenluft füllte meine Lungen und mir wurde klar, dass ich keinen Plan hatte.</p>
<p>Was war, wenn Vlad tatsächlich dort war? Was war, wenn er nicht alleine war? Mich ein Haufen knochenbrechender usbekischer Kleiderschränke empfangen würde. Was würde ich dann tun? Die Bullen rufen? Ich hatte nicht mal mein Handy dabei. Verdammt. Jedem Einzelnen eine Kugel in den Kopf jagen? Ich dachte kurz an den Tod und Gott und beschloss dann, drauf zu scheißen.</p>
<p>Ich stieg die Treppen zum Kai hinunter, drückte mich an rostige Container, die wie gigantische Bausteine in den grauen Himmel ragten. Auf den vertäuten Booten hockten ein paar verschlafene Möwen. Sonst war kein Leben am Wasser. Die Lagenhalle kam in Sichtweite. Flach duckte sie sich zwischen bunten Containern vor einem Steg, an dem einige kleine Motorboote festgemacht hatten. Neben der Halle parkte ein schwarzer Wagen, Marke Mercedes. Zuhälterkarre. In der Innentasche meines Mantels fühlte ich die P8. Ein Gedanke, groß und dunkel, breitete sich in heißen Wellen in mir aus. Das hier war kein Traum. Als ich die Waffe zog, sprach ich die Worte, klar und tief: „Das hier ist für dich, Alex.“</p>
<p><em>Fortsetzung folgt &#8230;</em></p>
<p>Die gesamte Geschichte findest du <a href="http://endkampf.de/geschichten/das-spinnennetz/">hier</a>.</p>
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		<title>Ein Traum</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Aug 2007 22:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich Ich und Pamela Anderson. Ich und Pamela Anderson schwimmen in einem Pool. In einem Freibad. Außer uns ist keiner da. Dass Pamela Anderson nicht aussieht wie Pamela Anderson, ist mir furchtbar egal. Sie ist es. Wir schwimmen unter Wasser umeinander, umkreisen uns. Wir können uns sogar unter Wasser unterhalten. Doch da, plötzlich, die erste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich<br />
Ich und Pamela Anderson.<br />
Ich und Pamela Anderson schwimmen in einem Pool.<br />
In einem Freibad. Außer uns ist keiner da. Dass Pamela Anderson nicht aussieht wie Pamela Anderson, ist mir furchtbar egal. Sie ist es. Wir schwimmen unter Wasser umeinander, umkreisen uns. Wir können uns sogar unter Wasser unterhalten. Doch da, plötzlich, die erste Störung. Ein fetter Kerl mit gelber Shorts sitzt am Beckenrand. Er stört. Mir gelingt es, den Kerl verschwinden zu lassen. Pamela ist noch im Wasser. Ich springe zu ihr und stelle fest, dass das Becken plötzlich halb leer ist. Ich ziehe mich aus dem Becken und stelle das Wasser an, das in einem hohen Bogen ins Becken sprudelt. Wieder im Wasser bemerke ich, dass Pamelas Vater mit seiner roten Baseballkappe am Beckenrand steht. Als auch er wider verschwunden ist, taucht das Filmteam auf. Lastwagenweise laden sie Berge von Material aus. Am Ende steht ein hohes, weißes Gerüst von ca. 10m Höhe in dem Pool, auf dem sich Menschen dicht in dicht drängen. Vor allem Kameramänner. Ganz obenauf steht Batman und unterhält sich mit einer Blondine.<br />
Wann Pamela verschwunden ist, weiß ich gar nicht mehr.</p>
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		<title>Spätherbst im Juli</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Aug 2007 13:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
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		<category><![CDATA[wasser]]></category>
		<category><![CDATA[wut]]></category>

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		<description><![CDATA[Seltsame Leere
Gefühle in Watte gepackt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seltsame Leere<br />
Gefühle in Watte gepackt<br />
Gedämpft, kaum wahrnehmbar<br />
Und doch immer beherrschend<br />
Noch gestern ein Strudel<br />
Laut und alles übertönend<br />
Heute ein Stimmchen in einem tiefen Brunnen<br />
Bin ich traurig oder froh?<br />
Soll ich lachen oder weinen?<br />
Die Welt liegt im Nebel<br />
Und ich tu es auch<br />
Zwischen allem,<br />
nicht hier und nicht dort<br />
wandere ich auf einsamen Wegen<br />
und bin doch nie allein<br />
sehn mich nach Schreien, nach Wut und nach Hass<br />
genieße die Stille, will ewig hier schweben<br />
Der Kaffee zu bitter<br />
Das Wasser zu fad<br />
Alles Bunte ist aus der Welt geflohen<br />
Und mit ihr die Sonne, die Wärme und das Licht<br />
Ich seh’ mich selbst<br />
Gefangen im düsteren Herbst<br />
Mitten im Juli</p>
]]></content:encoded>
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		<title>König Ultimo</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 20:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[blut]]></category>
		<category><![CDATA[gut_aussehen]]></category>
		<category><![CDATA[regen]]></category>
		<category><![CDATA[revolver]]></category>
		<category><![CDATA[wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie sind alle überwunden, gefallen. 
Ich sehne mich nach ihnen.
Was bleibt, ist der leer geschossene Revolver in meiner Hand. 
Und ein weiteres Opfer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stehe ganz oben auf dem Hügel. Rauer, unwirtlicher Schrott. Die Schmerzen machen mich rasend, trotzdem zwinge ich mich, aufrecht zu stehen.<br />
Gnadenlos peitscht mir der Wind den Regen ins Gesicht. Es würde gut aussehen, wenn mein Shirt im Wind flattern würde, doch es klebt an meinem Körper, klebt an mir, gehalten von Wasser und noch mehr Blut.<br />
Wer hätte gedacht, dass das Gefühl, es geschafft zu haben noch beschissener ist als die ganze Scheiße, die ich mitgemacht habe um hier her zu gelangen.<br />
Ich blicke umher. Niemand versteckt sich hinter der nächsten Ecke, keine Überraschung, kein Feuergefecht oder ein Hinterhalt. Meine bisher größte Angst ist mit all den anderen auf das blutige Schlachtfeld gesunken. Sie sind alle überwunden, gefallen.<br />
Ich sehne mich nach ihnen.<br />
Was bleibt, ist der leer geschossene Revolver in meiner Hand.<br />
Und ein weiteres Opfer.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Traum</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 18:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[genauer_gesagt]]></category>
		<category><![CDATA[komplett]]></category>
		<category><![CDATA[new_york]]></category>
		<category><![CDATA[schwarze_haare]]></category>
		<category><![CDATA[wand]]></category>
		<category><![CDATA[wasser]]></category>
		<category><![CDATA[wilhelmshaven]]></category>

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		<description><![CDATA[ch laufe. Genauer gesagt, ich jogge durch New York. Das lässt sich zwar an nichts fest machen, aber ich weiß, dass es New York ist. Als ich an einem Hochhaus vorbei komme, betrachte ich mir die riesige Skulptur, die aus der Wand neben den Stufen zum Eingang ragt. Sie sieht aus wie eine riesige, metallene Banane, die in einen Fischkopf endet. Die Oberfläche ist strukturiert und erinnert mich an verfaultes Holz. Ich betrachte mir die Wand genauer. Die Skulptur ist mit ein paar Schrauben an die Wand geschraubt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich laufe. Genauer gesagt, ich jogge durch New York. Das lässt sich zwar an nichts fest machen, aber ich weiß, dass es New York ist. Als ich an einem Hochhaus vorbei komme, betrachte ich mir die riesige Skulptur, die aus der Wand neben den Stufen zum Eingang ragt. Sie sieht aus wie eine riesige, metallene Banane, die in einen Fischkopf endet. Die Oberfläche ist strukturiert und erinnert mich an verfaultes Holz. Ich betrachte mir die Wand genauer. Die Skulptur ist mit ein paar Schrauben an die Wand geschraubt. <span id="more-885"></span><br />
&#8220;Menschen kriegen doch alles fertig&#8221;, denke ich. Ich versuche weiter zu laufen, doch immer wieder bemerke ich, dass ich wieder gehe und verdoppele meine Anstrengung.<br />
Ich laufe weiter, um die nächste Ecke, dort, ebenerdig, ist eine Art Blumenbeet, das allerdings nur mit schwarzen Steinen gefüllt ist. Als ich mit dem Fuß herein gerate, spritzen ein paar Steine auf die Straße. Ich blicke ihnen nach und bemerke, dass zwischen den Steinen mehrere 2-Eurostücke liegen. Schnell hebe ich sie auf. Vor mir läuft plötzlich eine Frau, die aussieht wie eine Indianerin. Feine Gesichtszüge, schwarze Haare. Sie trägt ein Kleid und streckt mir ihre Hand entgegen wie eine Bettlerin. Ich denke, das es besser wäre, ihr das Geld zu geben, schließlich habe ich es auch nur gefunden. Ich gebe ihr die Hälfte des Geldes.<br />
Die Indianerin und ich laufen nebeneinander. Sie erzählt mir, dass wir gleich an die Stelle kommen, von der aus man nach Wilhelmshaven rüber gucken kann.<br />
Ich sage: &#8220;Wir sind in New York, von hier aus kann man doch nicht nach Wilhelmshaven gucken!&#8221;<br />
Sie deutet nach rechts und ich folge ihr mit den Augen. Ich blicke über grünes, spiegelglatt liegendes Wasser. In einiger Entfernung ragt ein riesiger Hügel aus dem Wasser, der komplett bewaldet ist, auf dem aber sehr viele Fachwerkhäuser stehen.<br />
Wilhelmshaven, das ist mir jetzt klar.<br />
Wir laufen weiter. Ich will sie etwas fragen, mit ihr reden, fühle mich hingezogen zu ihr.<br />
„Wie heißt du denn jetzt eigentlich?“, frage ich sie.<br />
Sie lächelt mich an und antwortet:<br />
„Büffel“<br />
Wir gehen weiter. Durch eine mit Häusern gesäumte Straße, an deren Ende man über das Meer das Denkmal von Laboe sehen kann.<br />
Auf dem Meer rasen ein bewaffnetes Schiff der Marine und ein Schlauchboot mit der exakt selben Geschwindigkeit zwischen zwei Stangen hin und her.<br />
„Ist das Laboe?“ fragt sie mich.<br />
Gerade als ich ihr mit „Ja“ antworten und von meiner Bundeswehrzeit bei der Marine erzählen will, ertönt eine Alarmanlage.<br />
„War ja klar, wir sind ja auf militärischem Sperrgebiet“, denke ich und wir beginnen zu rennen, rennen die Straße zurück, Sie ist kurz vor mir.<br />
Die Häuser sind verschwunden, stattdessen beginnen riesige Zwillingsgeschütztürme sich auf uns zu richten. In langen Reihen stehen sie und schwenken in die Mitte der Straße, wo wir entlanglaufen.<br />
Ich renne, denke immer wieder:<br />
“Das kann nicht wegen uns sein, die Dinger sind zu groß, das kann nicht wegen uns sein!“<br />
Wir biegen um eine Ecke, alles ist ruhig. Sie ist kurz vor mir. Ich will sie berühren, nehme ihre Hand. Sofort umarmt sie mich. Dann stehen wir uns gegenüber und halten uns an den Händen. Ich blicke sie an und betrachte mir ihr Gesicht, das ich wunderschön finde.<br />
„Und wie heißt du jetzt? frage ich sie.<br />
Sie strahlt mich mit dem bezaubernsten Lächeln der Welt an und antwortet:<br />
„Immer noch Büffel“</p>
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