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	<title>endkampf &#187; zeit</title>
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		<title>Die Blume</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 12:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sei keiner von ihnen, dein Schatten - er fällt. Auf Wiesen, weit und Gärten bunt. Das Wort, der Schatz - aus deinem Mund. Die Blume des Todes - sie blüht stumm in uns. Treibt scheu ihre Knospen, im Jahr der Vernunft. Ihr Atem geht leise, die ewige Uhr, durchflutet uns Berge, uns schattige Flur. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sei keiner von ihnen, dein Schatten -<br />
er fällt. Auf Wiesen, weit und Gärten bunt.<br />
Das Wort, der Schatz -<br />
aus deinem Mund.</p>
<p>Die Blume des Todes -<br />
sie blüht stumm in uns.<br />
Treibt scheu ihre Knospen,<br />
im Jahr der Vernunft.</p>
<p>Ihr Atem geht leise,<br />
die ewige Uhr,<br />
durchflutet uns Berge, uns<br />
schattige Flur.</p>
<p>Die Zeit ist nicht euer,<br />
sie ist nur sich selbst.<br />
Ein Windhauch der Wolke -</p>
<p>Die wortlos zerfällt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zephyr</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 09:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[erz]]></category>
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		<category><![CDATA[zeit]]></category>
		<category><![CDATA[zephyr]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein liebster Mensch, was wirst du finden, wohl unter Linden. Als einen Mond, als einen Stern, in deinem Herz. Als einen Stern, im Wolkenerz. Und die ihn dorthin warfen, am Schwerpunkt der Zeit, soll keine Hand mehr strafen, ich bin nun soweit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein liebster Mensch,<br />
was wirst du finden,<br />
wohl unter Linden.</p>
<p>Als einen Mond,<br />
als einen Stern,<br />
in deinem Herz.</p>
<p>Als einen Stern,<br />
im Wolkenerz.</p>
<p>Und die ihn dorthin warfen,<br />
am Schwerpunkt der Zeit,<br />
soll keine Hand mehr strafen,<br />
ich bin nun soweit.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>No Return</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 12:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[hahn]]></category>
		<category><![CDATA[no return]]></category>
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		<category><![CDATA[zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeit sie geht, so momentan. Stürzt sich herab, wie Wasser, ohne Hahn.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit sie geht, so momentan.</p>
<p>Stürzt sich herab,</p>
<p>wie Wasser,</p>
<p>ohne Hahn.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sog</title>
		<link>http://endkampf.de/2010/01/24/sog/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 21:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[666]]></category>
		<category><![CDATA[zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Und tiefer in des schwarzen Wassers Sog zieh’n dich die grauen Hände alter Träume. Taumelnd, prustend greifst du noch nach altem Land, verdorrter Erde toten Krumen, doch hältst du dich schon lang nicht mehr. Und platschend schlägt sie über dir zusammen, die dunkle Woge frischentstand’ner Zeit und reißt die Staub gewordenen Felsen alter Welten ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und tiefer in des schwarzen Wassers Sog<br />
zieh’n dich die grauen Hände alter Träume.<br />
Taumelnd, prustend greifst du noch<br />
nach altem Land, verdorrter Erde toten Krumen,<br />
doch hältst du dich schon lang nicht mehr.</p>
<p>Und platschend schlägt sie über dir zusammen,<br />
die dunkle Woge frischentstand’ner Zeit<br />
und reißt die Staub gewordenen Felsen alter Welten<br />
ins Chaos allen Werdens mit. Und was du glaubtest wird nicht sein<br />
und was du bist ist längst gewesen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zeit</title>
		<link>http://endkampf.de/2009/11/26/zeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 13:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[wind]]></category>
		<category><![CDATA[zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeit vergeht. Wie Wind. Der weht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit vergeht.</p>
<p>Wie Wind.</p>
<p>Der weht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Sprache des Windes</title>
		<link>http://endkampf.de/2009/03/19/die-sprache-des-windes/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 19:32:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[ufer]]></category>
		<category><![CDATA[wind]]></category>
		<category><![CDATA[zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei dir, Moses, soll es enden, im finsteren Schilf, wo Krokodile sich winden. Den Zinnen weißer Türme, wo Halbmonde glühen. Im gurgelnden Fluss, dem Blauen Nil, der alle Geschichten schon kennt. Dem Wasser, das fällt und steigt und wieder regnet, von alten Gezeiten bewegt. Der Sprache des Windes, durch Welten getragen. Im See der Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei dir, Moses, soll es enden, im finsteren Schilf, wo Krokodile sich winden. Den Zinnen weißer Türme, wo Halbmonde glühen.</p>
<p>Im gurgelnden Fluss, dem Blauen Nil, der alle Geschichten schon kennt. Dem Wasser, das fällt und steigt und wieder regnet, von alten Gezeiten bewegt.</p>
<p>Der Sprache des Windes, durch Welten getragen.</p>
<p>Im See der Zeit liegst du begraben. Unter Algen, unter Quallen, dein Gesicht. Und jeder Tropfen macht dich älter, jede Welle treibt dich weiter fort.</p>
<p>Vom Ufer, an dem wir nicht mehr auf dich warten. Wir sehen hinauf, zum Himmel, und  können nicht zurück.</p>
<p>Ob gestern auch noch Feuer brannten. Keiner kann zurück, dorthin.</p>
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		<title>Beat / Bass</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 23:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[All]]></category>
		<category><![CDATA[Baß]]></category>
		<category><![CDATA[Beat]]></category>
		<category><![CDATA[kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Telefon]]></category>
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		<description><![CDATA[Wachzuliegen, in dieser trägen Zeit. Nein, sie sind nicht echt, die Schrauben in meinem Kopf. Und die Tapete wird auch nicht jünger. Der Beat ist bloß noch ein dumpfer Bass. Euch, denen ich das sage. Ihr, die ihr versteht. Ihr, die ihr auch schlaflos liegt. Und die ihr wisst, es ist eigentlich auch egal. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wachzuliegen, in dieser trägen Zeit. Nein, sie sind nicht echt, die Schrauben in meinem Kopf. Und die Tapete wird auch nicht jünger. Der Beat ist bloß noch ein dumpfer Bass. Euch, denen ich das sage. Ihr, die ihr versteht. Ihr, die ihr auch schlaflos liegt. Und die ihr wisst, es ist eigentlich auch egal. Es versinkt ja doch nur im Nichts, im schwarzen All. Aber wer will schon am Telefon von sowas reden. Und wenn man euch fragtet: Wer würde untergeh&#8217;n, in stolz?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>You Cut Me Down</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 09:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[herz]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich weiß, du quälst dich. Ich war da, gestern. Asche auf deinem Haupt. Ertrinkst in tiefster Sucht, mein schwarzes Herz. Ich weiß, du quälst dich. Ich werde da sein, ich komme vorbei. Und ich weiß es meistens schon zuvor. Die Geschichte nimmt kein Ende. &#8220;Das ist kein Witz&#8221; und &#8220;Jetzt hör&#8217; doch mal&#8221;, hast du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß, du quälst dich. Ich war da, gestern. Asche auf deinem Haupt. Ertrinkst in tiefster Sucht, mein schwarzes Herz. Ich weiß, du quälst dich. Ich werde da sein, ich komme vorbei. Und ich weiß es meistens schon zuvor. Die Geschichte nimmt kein Ende. &#8220;Das ist kein Witz&#8221; und &#8220;Jetzt hör&#8217; doch mal&#8221;, hast du gesagt. Ich habe nicht zugehört, nicht mal mit einem Ohr. Nun haben wir sie auch schon wieder. Die alten Zeiten. In diesem Jahr oder in jenem, was haben wir da gemacht? Egal. You cut me down.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Moved Mountains</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Oct 2007 10:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<category><![CDATA[lyrics]]></category>
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		<description><![CDATA[Und die Zeit kriecht nicht fort. Sie rennt und flieht, wo man sie zu fangen sucht. Am Ende gibt es keine Quittung, keine Rechnung. Und nichts versteht, wer einen Orden verlangt. Es ist nie zu einfach, jeden Tag ein neuer Berg, der gestern noch im Nebel lag. Doch wie schön, dass Liebe darin liegt, für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und die Zeit kriecht nicht fort. Sie rennt und flieht, wo man sie zu fangen sucht. Am Ende gibt es keine Quittung, keine Rechnung. Und nichts versteht, wer einen Orden verlangt. Es ist nie zu einfach, jeden Tag ein neuer Berg, der gestern noch im Nebel lag. Doch wie schön, dass Liebe darin liegt, für diese Welt und dich. Die nimmer vergeht und ewig dort blüht. <span id="more-1025"></span></p>
<blockquote><div class="blockquote_extender"><span>&lsquo;</span></div><p>And lover, sweet lover<br />
Please don&#8217;t discipline your hands.<br />
Just kiss me in the morning,<br />
In your dirtiest pants.</p>
<p>The Silver Mt. Zion<br />
/ The Triump Of Our Tired Eyes</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Von der Zeit</title>
		<link>http://endkampf.de/2007/03/05/von-der-zeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 20:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konrad</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach diesem unschönen Vorfalle, durch ihn jedoch nicht meiner guten Laune beraubt, lediglich nachdenklich ob der Unverschämtheit des Barbaren geworden, setzte ich nun meinen ursprünglich geplanten Gang nach der Zitadelle des jungen Forschers fort, trieb mich doch eine Neugier von sonst nur ungewohnter Kraft an. Mein Kamerad und Kompagnon, wie er mir gegen die Mittagsstunde durch eine Eildepesche ausrichten ließ, war zu sagenhaftem Ergebnis in der Sache gelangt, die uns nunmehr seit Jahren in ihrer Planung und seit noch mehr Jahren in ihrer Durchführung gefesselt und geradezu elektrisiert hatte, natürlich galt es nun, diese Ergebnisse zu teilen, da keinem unserer Verbindung der Sinn danach stand, den Anderen durch Hintergehung in Unwissenheit verweilen zu lassen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach diesem unschönen Vorfalle, durch ihn jedoch nicht meiner guten Laune beraubt, lediglich nachdenklich ob der Unverschämtheit des Barbaren geworden, setzte ich nun meinen ursprünglich geplanten Gang nach der Zitadelle des jungen Forschers fort, trieb mich doch eine Neugier von sonst nur ungewohnter Kraft an. Mein Kamerad und Kompagnon, wie er mir gegen die Mittagsstunde durch eine Eildepesche ausrichten ließ, war zu sagenhaftem Ergebnis in der Sache gelangt, die uns nunmehr seit Jahren in ihrer Planung und seit noch mehr Jahren in ihrer Durchführung gefesselt und geradezu elektrisiert hatte, natürlich galt es nun, diese Ergebnisse zu teilen, da keinem unserer Verbindung der Sinn danach stand, den Anderen durch Hintergehung in Unwissenheit verweilen zu lassen. </p>
<p><span id="more-721"></span><br />
An der betreffenden Adresse angekommen, klopfte ich an der Massivheit der Tür mit des Klopfers schwerem Ring und ehe ich diesen wieder komplett in Ruhe verharren zu lassen im Stande ich war, öffnete sich die Tür durch innerliches Zutun meines altbekannten Kameraden. Freudig trat ich ein in die ewige Kühle des großen Flures, der, gesäumt von Türen, sich zu einer, einen großen Treppenaufgang beinhalteten Halle weitete.<br />
Sehr viele alte Gemälde, Jagdtrophäen, Büchsen und Pulverzeug, Uniform- und Reiterröcke, Säbel und Degen, Kompanten, Land- und Seekarten, Sextanten, astrologische und astronomische Kugeln, mehrere Lüster, mehrere handkolorierte Bibeln, tausendfache Kleinigkeiten aus allen Kreisen der Welt und sogar den Kopf eines Elefanten, komplett mit Stoßzähnen, hatte mein Freund zusammenzutragen und hier in einer angemessenen Art und Weise zu präsentieren gewusst. Dem unbedarften, meist zum ersten male eingeladenen, Besucher klappte sich bisweilen der Unterkiefer in einem solchem Maße herunter, dass er wie ein geistloser Narr anzuschauen war ob solcher Pracht. Auch mir, obwohl ich schon fast als hier heimisch gelten könnte, erschließt sich zu jeder Zeit, die ich das Treppenhause und die Halle betrete, ein neues Detail, eine so zuvor noch nie gesehene Kleinigkeit, wegen derer ich verweilen und sie näher studieren möchte.<br />
 Den Hauptteil bildeten jedoch die Bücher, die direkt an der Treppe in ihren Regalen aufgereiht waren. Tausende und abertausende Bände, mehr, als ein Mensch zu lesen in der Lage wäre, selbst wenn er im zarten Kindsalter zu beginnen gedächte.<br />
„Nun folge mir, das Vorhaben wartet unserer, damit es sich in seiner Ganzheit entschlüsseln kann“, sprach mein Genosse und ich folgte ihm zur Treppe. Dann, im oberen Teil des Hauses, in einem Wohnzimmer mit großem Kamin, wartete die Vollendung einer lange geplanten und nun endlich zu einem Ende kommenden Reise.<br />
Wir hatten das Objekt unserer Begierde, ein Buch, soviel sei voraus geschickt, gefunden. Mein Kompagnon schürte das Feuer, es war, wie zu solcher Tageszeit im fortgeschrittenen Jahr, zu erwarten gewesen, kühl geworden. Doch bald prasselten die Flammen tanzend und Wärme verbreitend. Auf einem schwerhölzernem Podium, im Raume mittig angesiedelt, lag, verpackt in schwarzem schwerem Stoff das, wie sich nach dem Entfernen zeigte, in dickes, altes Leder gebunden, das Buch.<br />
„DE TEMPORAE“ –„Von der Zeit“ stand auf seinem ledernen Einband in dicken, goldabblätternden Lettern alter Schrift. Dieses war das älteste Buch der Welt. Geschrieben ab dem Anfang der Zeit, weit vor den Ägyptern, die sich später vortrefflich zu verewigen gewusst hatten. Ursprünglich von einem wilden Volke von Urmenschen begonnen, die sich durch primitive Zeichen nur sehr rau zu verständigen gewusst hatten, hatte das Buch, immer wieder restauriert, penibel übersetzt, neu gebunden und zusammengetragen den Lauf der Zeit überlebt und war nun ein Manifest, die Geschichte der Menschheit, geworden. Viele hatten das Buch in den Fingern gehabt, Tut-Ench-Amun, Cleopatra, Caesar, Seneca, Socrates, Die Evangelisten, Cortez, Pythagoras, Kolumbus, Kopernikus, Edgar Allan Poe, Robbespierre, Dschingis Kahn, Sissi von Österreich, Ramses, Napoleon, Martin Luther, Barbarossa, Marie Curie, Che Guevara, George Washington, Abraham Lincoln, Einstein, Stalin, Hitler, Mutter Theresa, Mary Thatcher, es waren derer tausende berühmte Namen.<br />
Sogar Jesus selbst soll sich beim letzten Abendmahle verewigt haben.</p>
<p>Das Buch hatte Regeln. Man durfte das im „DE TEMPORAE“ nie offenbaren, man hatte es zur Eintragung zu den Großen der Zeit zu verbringen und wieder von diesen zu entfernen, nachdem diese sich eingetragen hatten. Das DE TEMPORAE“ war zu pflegen und zu erhalten, nie durfte eine Eintragung unkenntlich gemacht werden, oder das Original auch ´nur in kleinster Weise verändert, wohl aber, sofern es in der Macht des Lesers stand, übersetzt. So waren heute fast alle Eintragungen, die bisweilen eine komplette Seite von Länge waren, auf sehr dünnem Pergament oder Papier in allerwinzigster Schrift, lesbar zugängig. Und ein jeder hatte sich vortrefflich mit einzigartigen Lettern und strahlenden Sätzen einzutragen vermocht.<br />
Das mächtigste Buch der Welt, hatte Kriege entfacht und Hass geschürt, tausendfach verdorben und gereinigt. DE TEMPORAE, die einzig wahre, authentischste Sammlung der Zeiten aller Erdkreise.</p>
<p>Alle Strapazen, zur Beschaffung dieser Einzigartigkeit auf sich genommen, blätterte von uns ab während wir, einen sehr erlesenen Rotwein trinkend, zurückgelehnt in warmen Sesseln, sitzend  zusahen, wie das Buch hell und mit rasanter Geschwindigkeit in dem Feuer verging, in das wir es zuvor, ohne einen Blick auf den Inhalt zu vergeuden, verbracht hatten.</p>
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